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Elf Monate nach Auftakt ist eine weitere Verhandlungsrunde der kolumbianischen Friedensgespräche zwischen der FARC und der Regierung ohne erkennbare Fortschritte zu Ende gegangen. Beide Seiten beharrten am Donnerstag auf ihren Positionen.

Die Ergebnisse seien bislang "unzureichend", sagte Regierungschefunterhändler Humberto de la Calle in der kubanischen Hauptstadt Havanna. Die linksgerichtete Guerillaorganisation FARC forderte erneut die Einberufung einer verfassungsgebenden Versammlung. Die Regierung will den angestrebten Friedensvertrag nur in einem Referendum zur Abstimmung stellen.

Die Gespräche sollen am 3. Oktober fortgesetzt werden. Die Verhandlungen mit den "Revolutionären Streitkräften Kolumbiens" (FARC) waren im vergangenen Oktober in Oslo aufgenommen worden. Ende Mai erzielten beide Seiten eine erste Einigung im ersten von fünf Punkten der vereinbarten Friedensagenda.

Rebellenkommandant ergibt sich

Ein Rebellenkommandant legte derweil die Waffen nieder, wie die Streitkräfte am Donnerstag mitteilten. Medarno Maturana Largacha alias "El Negro Tomás" habe sich in der Ortschaft Ituango im Departement Antioquia gestellt. Kurz zuvor sei er vom Sekretariat der FARC als Unterhändler zu den Verhandlungen nach Kuba bestellt worden.

Maturana Largacha war Kommandant der 18. Front der FARC in den Departements Antioquia, Córdoba und dem Süden von Bolívar. Gemeinsam mit anderen regionalen Rebellenführern habe er die Schmuggelrouten für Kokain nach Mittelamerika gesichert, hiess es in der Mitteilung der Streitkräfte.

Er soll für Massaker und Vertreibungen in seinem Einflussgebiet verantwortlich sein. Zudem gilt "El Negro Tomás" als einer der wichtigsten Ideologen der FARC.

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SDA-ATS