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Adi Achermann, Kommandant der Luzerner Polizei, muss sich vor Gericht verantworten. (Archivbild)

KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

(sda-ats)

Der Polizeieinsatz in Malters LU vom vergangenen März endet für zwei Kaderleute vor Gericht. Der ausserordentliche Staatsanwalt erhebt Anklage gegen den Luzerner Polizeikommandanten und den Kripochef.

Gegen Polizeikommandant Adi Achermann und Kripochef Daniel Bussmann werde Anklage vor Gericht erhoben, teilte das Luzerner Justiz- und Sicherheitsdepartement am Dienstag mit. Das sei aus der Schlusseinvernahme hervorgegangen, sagte Polizeidirektor Paul Winiker in einer Videobotschaft. Er verwies auf die Unschuldsvermutung.

Beim umstrittenen Polizeieinsatz im März in Malters hatte sich eine 65-jährige Frau während 17 Stunden in einer Wohnung verschanzt und sich mit Waffengewalt gegen die Aushebung einer Hanfanlage ihres Sohnes gewehrt. Schliesslich stürmte die Polizei die Wohnung. Sie fand die Frau leblos im Badezimmer vor. Sie hatte sich selbst erschossen.

Der Sohn der Verstorbenen reichte darauf eine Anzeige gegen die Polizeispitze wegen Amtsmissbrauchs und fahrlässiger Tötung ein. Mit dem Verfahren wurde ein ausserkantonaler Staatsanwalt betraut.

Im September war bekannt geworden, dass die beiden Kaderleute vorläufig keine heiklen Einsätze mehr leiten dürfen. "Vor weitergehenden vorsorglichen Massnahmen" gegen die beiden Angeklagten sieht der Polizeichef laut der Mitteilung ab.

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SDA-ATS