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Die Rebellen der M23-Miliz im Kongo haben sich geschlagen gegeben. Sie verkündeten am Dienstag "das Ende des Aufstands" gegen die Regierung, wie aus einer schriftlichen Erklärung hervorgeht. Die Regierungstruppen hatten zuvor ihren "vollständigen Sieg" verkündet.

Die letzten Aufständischen seien von den Streitkräften aus ihren Stellungen in Chanzu und Runyonyi vertrieben worden, teilte das Kommunikationsministerium mit.

Schon am Sonntag hatte der Chef der Rebellengruppe seinen Kämpfern befohlen, die Gefechte mit der Armee "sofort einzustellen", nachdem diese eine Offensive gegen die letzten Stellungen der M23-Miliz im Osten des Landes begonnen hatte. Bei den Kämpfen wurden die Soldaten seit Montag auch erstmals von UNO-Truppen unterstützt.

Die M23-Bewegung wurde von ehemaligen Tutsi-Rebellen gegründet, die nach dem Friedensabkommen des Jahres 2009 in die kongolesischen Streitkräfte integriert worden waren, dann aber wegen diverser Streitigkeiten wieder desertierten.

Die Gruppe begann im vergangenen Jahr einen Aufstand gegen die kongolesische Regierung in Kinshasa. Wochenlang kontrollierten die Rebellen die östliche Stadt Goma, wurden dann aber zunehmend zurückgedrängt.

Die Regierung in Kinshasa und die Vereinten Nationen werfen den Nachbarländern Uganda und Ruanda vor, die M23-Miliz zu unterstützen, was beide Staaten zurückweisen. Das an Bodenschätzen reiche Länderdreieck ist seit gut 20 Jahren Hauptschauplatz der nicht enden wollenden Gewalt in der Demokratischen Republik Kongo.

SDA-ATS