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Rund 200 koptische Christen haben am Montag ihre Dauerdemonstration vor dem Fernsehgebäude in Kairo fortgesetzt. Sie widersetzten sich damit der Forderung ihrer Kirchenführung nach einer Beendigung der Aktion.

"All dies beschädigt euer Ansehen und das Ansehen Ägyptens", hatte Patriarch Schenuda III., das geistliche Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, am Tag zuvor erklärt.

In der Nacht zum Sonntag hatten gewaltbereite Anwohner aus den umliegenden Wohnvierteln die Demonstranten mit Molotow-Cocktails und Steinen angegriffen. Auch Schüsse fielen. 78 Menschen wurden verletzt.

Die Kundgebung dauert seit dem vorletzten Wochenende an. Damals waren bei Zusammenstössen zwischen Christen und Muslimen vor einer Kirche im Kairoer Armen-Viertel Imbaba 15 Menschen getötet worden.

Die Demonstranten vor dem Fernsehgebäude verlangen vom Staat mehr Sicherheit für ihre Glaubensgemeinschaft und ihre Gotteshäuser. Bei den Unruhen in Imbaba waren insgesamt zwei Kirchen in Brand gesetzt und schwer beschädigt worden. Die Gewalt war von radikalen Islamisten ausgegangen.

Unbeliebte Aktion

Am letzten Freitag hatten mehrere tausende Muslime und Christen auf dem Tahrir-Platz für Toleranz demonstriert. Doch die anhaltende Sitzblockade vor dem Fernsehgebäude am Nil-Ufer stösst bei der Stadtbevölkerung auch auf Widerspruch, zumal sie den ohnehin schon chaotischen Fahrzeugverkehr in der ägyptischen Metropole behindert.

Der Aufruf Schenudas, die Aktion zu beenden, stiess bei den Demonstranten auf taube Ohren. Einige Kundgebungsteilnehmer taten die von der staatlichen Nachrichtenagentur MENA verbreiteten Worte des Patriarchen sogar als "Falschmeldung" der Staatsmedien ab, wie die Tageszeitung "Daily News Egypt" am Montag berichtete.

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SDA-ATS