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Kosovo als serbische Provinz und nicht als souveräner Staat: Schulen wurden mit mangelhaften Karten ausgerüstet. (Symbolbild)

Keystone/GAETAN BALLY

(sda-ats)

Rund neue 70 Wandkarten an Genfer Schulen müssen wegen eines Fehlers ersetzt werden. Der Kosovo erscheint auf diesen als serbische Provinz und nicht als unabhängiger Staat.

Der Kanton Genf hat den Auftrag an Michelin storniert. "Das ist ein bedauerlicher Fehler", sagte Pierre-Antoine Preti, Sprecher Genfer Erziehungsdirektion am Mittwoch. Er bestätigte bestätigte eine entsprechende Meldung der Zeitung "Le Temps".

Der Kanton Genf tauscht jedes Jahr einen Teil der Landkarten aus, die in den Klassen aufgehängt werden. Kürzlich hatte Erziehungsdirektion 73 Karten des renommierten Herstellers aus dem französischen Clermont-Ferrand gekauft.

Michelin sei als Lieferant ausgewählt worden, weil es als einziges Unternehmen plastifizierte Karten anbiete. Der Kanton Genf werde nun Karten von anderen Herstellern beziehen und diese auf seine Kosten plastifizieren lassen, sagte Preti. Die fehlerhaften Exemplare werden zurückgegeben.

Die Schweiz gehörte 2008 zu den ersten Staaten, welche die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannten. Heute achten über 110 der insgesamt 193 Uno-Mitgliedsländer den Kosovo als souveränen Staat - jedoch nicht Serbien, von dem es sich abgespalten hat. Auch 5 der 28 EU-Mitgliedsstaaten verweigern dem Kosovo die Anerkennung: Spanien, die Slowakei, Rumänien, Griechenland und Zypern.

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SDA-ATS