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Wertvolle Nashornhörner sind in den vergangenen Tagen aus mehreren deutschen Museen gestohlen worden. Sie sind als Medizin und Potenzmittel vor allem in Asien begehrt. Illegale Händler erzielen auf dem Schwarzmarkt hohe Preise.

So stahlen Diebe aus einem kleinen Jagdmuseum im niedersächsischen Kreis Gifhorn am vergangenen Samstag die beiden Hörner eines präparierten Nashorns. Ähnliche Diebstähle gab es kürzlich auch in Bamberg und Hamburg. Nashörner stehen unter Schutz, das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES verbietet den Handel mit Produkten geschützter Tiere.

"Wir sehen da durchaus Verbindungen. Das sind überregional operierende Täter, die die Hörner einem bestimmten Kundenkreis teuer verkaufen wollen", sagte der Polizeisprecher im Kreis Gifhorn am Donnerstag. Den Wert des Diebesgutes aus dem dortigen Jagdmuseum in Oerrel bezifferte der Museumsleiter auf 25'000 Euro. Die Täter, zwei Männer um die 40, verhielten sich dreist: Sie bezahlten Eintritt, brachen die Hörner ab und flüchteten.

Ähnliche Fälle in Grossbritannien

Ähnliche Diebstähle meldete auch die britische Zeitung "The Telegraph" auf ihrer Internetseite. Dort ist die Rede davon, wie Diebe aus dem Haslemere Educational Museum in Surrey den Kopf eines Nashorns stahlen.

Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass das Objekt auf Bestellung entwendet wurde, um mit dem kostbaren Horn auf dem lukrativen Markt für chinesische Medizin Geld zu machen. Weiter meldete der Online-Auftritt der Zeitung, im Februar sei ein Nashornkopf aus einem Auktionshaus in Essex gestohlen worden.

Vor allem in Asien sind die zu Pulver zermahlenen Hörner als Medikament in der traditionellen chinesischen Medizin gefragt. Zudem gibt es den Aberglauben einer potenzfördernden Wirkung. Diese Annahme macht den illegalen Handel mit dem Horn noch lukrativer.

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SDA-ATS