Navigation

Kreuze in Schulen: Protestinitiativen in ganz Italien gegen Urteil

Dieser Inhalt wurde am 05. November 2009 - 12:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Rom - Nach dem Strassburger Urteil, wonach Kruzifixe an den Wänden von Schulzimmern nichts zu suchen haben, gärt es in Italien. Politiker der Regierungskoalition und der christlich orientierten Oppositionsparteien reagierten mit Protesten und Trotzreaktionen.
Spitzenpolitiker attackierten die Richter des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und warnten vor dem Verlust der kulturellen Identität Italiens. Diese hänge eng mit dem Katholizismus zusammen.
Demonstrationen und Protestinitiativen wurden zum Schutz des Kruzifixes in den Schulen und öffentlichen Ämtern organisiert.
Die Strassburger Richter hatten mit ihrem Urteil verlangt, dass Kreuze aus den Klassenzimmern entfernt werden sollen. Das Gymnasium in Abano wurde von den beiden Kindern einer italienischen Bürgerin finnischer Abstammung besucht, die sich an die Strassburger Richter gewandt hatte, nachdem sie durch alle italienischen Instanzen gegen Kreuze in den Schulen geklagt hatte und stets gescheitert war.
"Wir wollen unsere christliche Identität und unsere Wurzeln retten. Unsere Kinder sollen die christliche Kultur kennen", sagte der christlich orientierte Politiker Antonio De Poli, der die Demonstration in Abano organisiert hat.
Die Gemeinde Sassuolo in der norditalienischen Region Emilia Romagna hat 50 neue Kruzifixe bestellt. Sie sollen in all jene Schulzimmer gehängt werden, in denen es zurzeit keine gibt.
Das Stadtoberhaupt von Sanremo, Maurizio Zoccarato, forderte alle Schulleiter auf, Kreuze in den Schulklassen anzubringen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?