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Mit Luft- und Raketenangriffen hat der internationale Militäreinsatz gegen Libyen begonnen. Die USA und Grossbritannien starteten am Samstag von Kriegsschiffen und U-Booten aus Raketenangriffe auf militärische Ziele des Regimes von Machthaber Muammar al-Gaddafi.

Zudem griffen französische und britische Kampfjets in die Militäraktion ein. Die französische Luftwaffe zerstörte am Samstag mehrere Panzer nahe der Aufständischen-Hochburg Benghasi im Osten Libyens, wie in Paris aus Militärkreisen verlautete. US-Kriegsschiffe bombardierten Ziele in Libyen mit Tomahawk-Marschflugkörpern.

Nach Angaben eines ranghohen US-Militärvertreters bombardierten die US-Streitkräfte libysche Luftabwehrstellungen nahe der Hauptstadt Tripolis und der Küstenstadt Misrata.

Es seien mindestens 110 Marschflugkörper abgefeuert worden, sagte er in Washington. Der erste Marschflugkörper sei um 20.00 Uhr MEZ auf libyschem Boden eingeschlagen. An dem Beschuss libyscher Luftabwehrstellungen habe sich auch ein britisches U-Boot beteiligt.

Oberkommando in Stuttgart

Der US-Einsatz hat den Namen "Odyssey Dawn" (Odyssee-Dämmerung) und wird vom in Stuttgart ansässigen Afrika-Kommando der US-Armee befehligt.

Der britische Premierminister David Cameron erklärte am Abend, auch die Streitkräfte seines Landes seien in Libyen im Einsatz. "Sie sind Teil einer internationalen Koalition, die sich gebildet hat, um den Willen der Vereinten Nationen durchzusetzen und das libysche Volk zu schützen".

Die französische Luftwaffe eröffnete am Nachmittag den Einsatz gegen die Truppen Gaddafis. Insgesamt seien vier Angriffe von Kampfjets des Typs Rafale und Mirage 2000 geflogen worden, hiess es am Samstagabend aus Militärkreisen in Paris. Dabei seien "mehrere Panzer" der Gaddafi-Truppen zerstört worden. Der Einsatz werde in der Nacht fortgesetzt, hiess es weiter.

Tripolis: Zivile Ziele getroffen

Nach Angaben der libyschen Staatsmedien wurden bei den Angriffen zahlreiche zivile Ziele getroffen. "Zivile Ziele in Tripolis wurden von den Angriffen der feindlichen Luftwaffe der Kreuzritter getroffen", hiess es im libyschen Staatsfernsehen. Die offizielle Nachrichtenagentur Jana zitierte einen Sprecher der libyschen Streitkräfte, wonach es Verletzte gab.

Gaddafi-Anhänger versammeln sich

In einer Vorstadt von Tripolis versammelten sich nach einem Bericht des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira mehrere Hundert Gaddafi-Anhänger, um die Residenz des Machthabers gegen Angriffe französischer Militärjets zu schützen. Gaddafi lebt in einem Zelt in der Militärgarnison der Vorstadt in Bab al-Asisija.

Angriffe der Gaddafi-Truppen bis zuletzt

Die Gaddafi-Truppen hatten ihre Angriffe am Samstag fortgesetzt, obwohl die libysche Regierung am Freitag als Reaktion auf die UNO-Resolution eine Waffenruhe erklärt hatte.

Zahlreiche westliche und auch einige arabische Staaten wollen sich an dem internationalen Militäreinsatz beteiligen. Die Hauptlast wird dabei voraussichtlich von französischen, britischen und US-Streitkräften getragen.

In Paris hatte am Samstag ein Sondergipfel über das weitere Vorgehen in Libyen beraten. Mit dem Ende der Beratungen hatte der internationale Militäreinsatz am Nachmittag begonnen.

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SDA-ATS