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Koreas viel beachtetes Eishockey-Team der Frauen beendet das olympische Turnier sieglos. Nach dem 1:6 im Spiel um Platz 7 gegen Schweden fliessen Tränen. Am Projekt gibt es aber auch Kritik.

Nach dem Spiel drehten die Spielerinnen aus Nord- und Südkorea zu den Klängen von "Hand in Hand" (offizieller Olympia-Song von 1988 in Seoul) und unter dem grossen Jubel von über 4000 Zuschauern Ehrenrunden.

Das war zu viel für Koreas Trainerin Sarah Murray. "Ich war einfach nur stolz. In dem Moment wusste ich: Die ganze Arbeit war es wirklich wert", sagte Murray mit Tränen in den Augen. Dass ihre Equipe Letzte geworden ist, interessierte sie in diesem Moment wenig. "Sport bringt die Menschen zusammen. Ich hätte mir dieses Team niemals so vorstellen können. Sport lässt Barrieren einstürzen."

Noch zu Beginn des Projekts hatte Murray wenig davon gehalten, zwölf Spielerinnen aus Nordkorea in kürzester Zeit in ihr Team einzubauen. "Die Politiker haben entschieden, dass wir als ein Team auftreten müssen. Aber die Spielerinnen und der Betreuerstab haben die Arbeit gemacht", so Murray, die sich mit der ungewöhnlichen Situation mehr als versöhnt hat.

Botschaft für den Frieden

Die sportlichen Entscheidungsträger wie IOC-Präsident Thomas Bach ("Das Team ist ein grossartiges Symbol der vereinigenden Kraft des olympischen Sports") oder IIHF-Präsident René Fasel wünschen sich, dass das vereinigte Team Korea eine Zukunft hat. "Als Botschaft für den Frieden" sollte Korea an den Winterspielen in vier Jahren in Peking wieder dabei sein, so Fasel.

Trainerin Murray und die Spielerinnen sind skeptisch. "Vier Jahre als Südkorea zu trainieren, und dann kommen zwei Wochen vor dem Turnierstart zwölf neue Spielerinnen dazu und die Leute sagen uns: 'Ihr müsst die jetzt auch aufstellen' - so wollen wir das nicht", sagte Murray.

Murray hofft, dass "wir uns irgendwann zumindest mal wiedersehen". Darauf hofft auch die südkoreanische Spielerin Randi Heesoo Griffin, die in den USA geboren ist, eine südkoreanische Mutter hat, aber selbst kein Koreanisch spricht. "Ich weiss, dass sie kein Facebook haben. Von daher wird es vielleicht schwierig, in Kontakt zu bleiben", sagte sie.

Bereits nicht mehr dabei beim letzten Auftritt waren die 200 nordkoreanischen Cheerleaderinnen. Dies störte Griffin nicht gross: "Um ehrlich zu sein, hatte ich zwischendurch das Gefühl, dass sie nicht wirklich wegen uns oder wegen Eishockey da waren, sondern wegen irgendetwas anderem. Heute war es grossartig, dass die Fans wirklich für uns gebrüllt haben, dass sie an uns und an Eishockey interessiert waren", sagte die erst 2017 eingebürgerte Griffin.

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SDA-ATS