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Marschall Tito wird auch Jahrzehnte nach seinem Tod von Teilen der Bevölkerung verehrt. Von vielen wird er jedoch als Diktator betrachtet - vor allem in Kroatien. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/FEHIM DEMIR

(sda-ats)

Kroatien streicht den einstigen kommunistischen Staatsgründer Jugoslawiens, Josip Broz Tito, aus dem öffentlichen Raum. Der bis zu seinem Tod 1980 Staats- und Parteichef darf nicht mehr Namensgeber für einen der wichtigsten Plätze in der Hauptstadt Zagreb sein.

Das beschloss der Stadtrat am frühen Freitagmorgen. Der Marschall-Tito-Platz mit dem Nationaltheater als zentralem Gebäude heisst jetzt Platz der Republik Kroatiens.

Der Namensänderung war ein jahrelanger Kulturkampf vorausgegangen. Die jetzt siegreiche Mehrheit sieht in dem 1892 geborenen Partisanenführer, der im Zweiten Weltkrieg gegen Nazi-Deutschland kämpfte, einen Diktator. Die Minderheit hält ihm die Schaffung des unabhängigen kommunistischen Vielvölkerstaates Jugoslawien zugute, dem noch viele in den heutigen Nachfolgestaaten nachtrauern.

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SDA-ATS