Navigation

Kubas Raúl Castro dämpft weiter Hoffnungen auf Reformen

Dieser Inhalt wurde am 21. Dezember 2009 - 05:41 publiziert
(Keystone-SDA)

Havanna - Kubas Präsident Raúl Castro hat erneut die Hoffnungen auf eine rasche Besserung der Wirtschaftslage durch Reformen gedämpft. Kuba werde in der "Aktualisierung seines Wirtschaftsmodells" voranschreiten, versprach Castro in seiner Rede lediglich.
Dabei dürfe es aber keine Improvisationen und keine Eile geben. "Er ist richtig, in Richtung Zukunft zu gehen, aber mit festem und sicherem Schritt, denn wir haben einfach nicht das Recht, uns zu irren", sagte der 78-Jährige zum Abschluss der Wintersitzung der Nationalversammlung.
Raúl Castro hatte im Sommer 2006 von seinem älteren Bruder Fidel, heute 83 Jahre alt, provisorisch die Führung des Staates übernommen, der seinerzeit schwer erkrankt war. Als er im Februar 2008 auch offiziell zum Staats- und Regierungschef bestimmt wurde, machte er den Kubanern zum ersten Mal nach fast einem halben Jahrhundert kommunistischer Planwirtschaft Hoffnung auf kleine Wirtschaftsreformen.
Für die Verschiebung der Reformen hat die kubanische Führung bisher stets die Weltwirtschaftskrise und die Serie von Wirbelstürmen verantwortlich gemacht, die das Land im Sommer 2008 verwüstet hatten.
Vor Castros Rede hatte die Nationalversammlung zwei neue Vize-Präsidenten für den Staatsrat bestimmt. Neu in der Führung des Staatsrat sind Altrevolutionär Ramiro Valdés und die Chefin der Anti-Korruptionsbehörde, Gladys Bejerano.
Der 77-jährige Valdés gehört zu jenen Kubanern, die Revolutionsführer Fidel Castro von Anbeginn des Kampfes gegen die Diktatur in Kuba begleitet haben. Die 62-jährige Bejerano ist die Chefin der Institution, die seit diesem Sommer die Korruption in den staatlichen Strukturen bekämpfen soll.
Beide Funktionäre ersetzen in den neuen Funktionen den im September verstorbenen Kommandanten Juan Almeida und den im März in Ungnade gefallenen Reformer Carlos Lage.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?