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Wegen des warmen Wetters ziehen Rinder, Schafe und andere Alptiere heuer sieben bis zehn Tage früher auf die Alp als üblich. Die Trockenheit hat in den Bergen kaum geschadet - im Gegenteil.

Sowohl in den Urner Alpen als auch in den Berner Alpen und in den Bündner Bergen kommen die Alptiere dieses Jahr wesentlich früher in den Genuss von kräuterreichem, saftigem Alpengras.

Der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) hat sich für die aktuelle Ausgabe seines Newsletters bei Fachleuten umgehört. Im Kanton Bern sind einzelne Alpen bereits bestossen - wegen des Vegetationsvorsprungs beginnt der Alpsommer dort sieben bis zehn Tage früher als in anderen Jahren.

Ebenfalls gut eine Woche früher zum Alpaufzug antreten werden Tiere, Sennen und Hirten im Kanton Uri. Sie sollen gemäss dem Amt für Landwirtschaft am 4. Juni ihr Sommerdomizil beziehen. Dasselbe gilt für die Bündner Berge, wo die Alpsaison Anfang Juni und damit eine Woche früher beginnen soll.

Der LID zitiert einen Älpler, der bereits Anfang dieser Woche mit 25 Kühen, 30 Rindern und 25 Ziehen auf eine Alp im Kanton Schwyz gezogen ist. Er gehe seit 1987 "z'Alp", sagt der Mann, und sei "noch nie so früh" losgezogen wie dieses Jahr.

Schnee früh geschmolzen

Anders als das Flachland leidet das Berggebiet offenbar nicht so stark unter der Trockenheit. Im Gegenteil: Der Schnee ist früher abgeschmolzen und hat das Gras spriessen lassen. In der Urner Bergen ist das Graswachstum selbst in den Hochalpen fortgeschritten.

Auch in den Berner Alpen ist die Trockenheit kein Problem. Einzig die Bündner bemängeln einen ausgeprägten Feuchtigkeitsmangel, der zu geringem Graswachstum führe.

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SDA-ATS