Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Kundenvermögen fliessen wieder zu den Liechtensteiner Banken

Die 16 im Fürstentum Liechtenstein tätigen Banken haben vergangenes Jahr weniger Gewinn gemacht. Eine Trendwende wurde beim Geldfluss erreicht: Den Geldinstituten flossen wieder Kundenvermögen in der Höhe von netto einer halben Milliarde Franken zu.

Die Trendwende erfolgte nach zwei Jahren mit negativer Bilanz, als Steueraffäre die Institute erschütterten. 2008 betrug der Nettogeldabfluss 4 Mrd. Franken, 2009 belief er sich auf 7 Mrd. Franken.

Das betreute Kundenvermögen verringerte sich aber trotzdem um drei Prozent und erreichte Ende 2010 den Stand von 121 Mrd. Franken, wie das Liechtensteiner Amt für Statistik am Montag mitteilte.

Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise hätten sich auch vergangenes Jahr in den Ergebnissen der Banken niedergeschlagen, schreibt das Amt. Die starke Verschuldung mehrerer europäischer Länder und der USA hätten bei den Anlegern grosse Verunsicherung ausgelöst.

48 Mal kleiner als in der Schweiz

Alle 16 Banken zusammen erzielten einen Reingewinn von 570 Mio. Fr. oder 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Bilanzsumme reduzierte sich um 4,7 Prozent auf 52,5 Mrd. Franken.

Laut dem Amt für Statistik dient die Bilanzsumme im Ländervergleich als wichtiger Indikator. Dabei zeigt sich, dass der Liechtensteiner Bankenplatz relativ klein ist.

Die Bilanzsumme der Banken in Deutschland war Ende 2009 rund 206 Mal grösser als jene im Fürstentum. In der Schweiz war sie rund 48 Mal grösser, in Österreich 28 Mal und in Luxemburg 22 Mal grösser als in Liechtenstein.

Einen Rekordstand erreichten vergangenes Jahr die Hypotheken. Die rege Bautätigkeit führte zu einem Wachstum von 8,8 Prozent auf 7,8 Mrd. Franken. Insgesamt beschäftigten die 16 Geldinstitute im Fürstentum 2177 Personen oder 31 mehr als im Vorjahr. Der Frauenanteil lag bei 43 Prozent.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.