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Kunstbiennale von Venedig schliesst mit Besucher-Rekord

Dieser Inhalt wurde am 22. November 2009 - 14:36 publiziert
(Keystone-SDA)

Venedig - Mit einem Besucher-Rekord ist die Kunstbiennale von Venedig in ihre letzte Runde gegangen: Mehr als 360'000 Kunstinteressierte haben in den vergangenen fünfeinhalb Monaten die seit dem siebten Juni geöffneten Ausstellungen besucht.
Dies teilten die Organisatoren mit. Die 53. Ausgabe dieser wichtigen Bilanz der internationalen zeitgenössischen Kunst stand unter dem Motto "Weltenmachen". Dabei ging es dem künstlerischen Direktor Daniel Birnbaum sowohl um Kunst aus aller Welt als auch um die Welten der Kunstschaffenden.
Insgesamt 77 Länder und 90 Künstler waren in Venedig dieses Jahr vertreten. Als bester Künstler der Biennale wurde der Deutsche Tobias Rehberger, Professor der Städelschule in Frankfurt am Main, ausgezeichnet. Goldene Löwen für ihr Lebenswerk gingen an die Japanerin Yoko Ono und den Amerikaner John Baldessari.
Die USA erhielten den Preis für den besten nationalen Beitrag mit ihrem von dem Künstler Bruce Nauman gestalteten Pavillon "Topological Gardens". Die Schweiz vertraten die 1956 in Baden AG geborene Zeichnerin Silvia Bächli sowie der Genfer Installationskünstler Fabrice Gygi mit Jahrgang 1965.
Bächli lud im Pavillon im Park der Giardini zu einem visuellen Rundgang durch ihr zeichnerisches Werk ein, während Gygi eine gewaltige Installation in die Kirche San Stäe am Canale Grande stellte. Auf Fotos sind riesige Metallkäfige zu sehen, mit denen Gygi die Kirche als Ort der Gewalt aber auch als Schutzraum zeigt.
Deutschland liess seinen Pavillon dieses Jahr vom britischen Künstler Liam Gillick gestalten, was die die Frage nach dem Sinn nationaler Repräsentation aufwarf. Viele begrüssten die Entscheidung des Kurators, Nicolaus Schafhausen, im globalisierten Kunstbetrieb keine nationalen Grenzen mehr zu akzeptieren.
Das 53. Kunstspektakel der Lagunenstadt war auch die Kunstbiennale der Finanzkrise. Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise konnte die Biennale jedoch ihr Art-Budget halten.

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