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Viele politische Botschaften: Der Chef der Labour-Partei Jeremy Corbyn trat am diesjährigen Glastonbury-Musikfestival auf und wurde von der Menge wie ein Rockstar begrüsst.

KEYSTONE/AP Invision/GRANT POLLARD

(sda-ats)

Der Labour-Chef Jeremy Corbyn ist wie ein Rockstar von den Besuchern des Glastonbury-Musikfestivals in England bejubelt worden. "Eine andere Welt ist möglich!", rief der britische Oppositionspolitiker der Menge am Samstag zu.

Vor einem Auftritt der Band Kaiser Chiefs warb der 68-Jährige für eine pazifistische, ökologische und antirassistische Politik.

Zu Beginn seiner Rede sprach Corbyn die Brandkatastrophe im Londoner Sozialbau Grenfell Tower mit 79 Toten an. "Ist es gerecht, dass so viele Menschen in Armut leben, in einer Gesellschaft mit so viel Reichtum?" fragte er.

Über Flüchtlinge sagte er, diese seien "menschliche Wesen, die einen Ort zum Leben in Frieden suchen". An US-Präsident Donald Trump gerichtet warb Corbyn für den Klimaschutz: "Wir haben nur eine Erde, selbst Donald Trump glaubt nicht, dass wir irgendwo einen anderen Planeten haben - schützen wir sie also!"

Politische Botschaften

Aus dem Publikum ragten Schilder mit Aufschriften wie "JC Hoffnung" oder "Jeremy Corbyn Neue Ära" empor. Einige Zuschauer trugen T-Shirts mit Corbyns Konterfei. Die Labour-Partei hatte bei der Parlamentswahl vor gut zwei Wochen ein überraschend gutes Ergebnis erzielt, was sie vor allem jungen Wählern verdankte. Dagegen verloren die Tories ihre absolute Mehrheit im Unterhaus; Premierministerin Theresa May blieb stark angeschlagen im Amt.

Das Glastonbury-Musikfestival, das jeden Sommer in der Nähe des Dorfes Pilton in der Grafschaft Somerset stattfindet, hat angesichts von Brexit und Trump in diesem Jahr einen besonders politischen Anstrich. Der Sänger von Radiohead, Thom Yorke, forderte May zum Beispiel auf, sie solle "die Tür hinter sich zumachen". Das Publikum sang daraufhin eine Hymne auf den Labour-Chef: "Oh Jeremy Corbyn".

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SDA-ATS