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Nach nur sieben Jahren geht der Zuger Stromzählerproduzent Landis+Gyr wieder an einen neuen Besitzer: Der japanische Grosskonzern Toshiba kauft das 115-jährige Unternehmen für 2,3 Mrd. Dollar in bar.

Für die weltweit rund 5000 Landis-Gyr-Angestellte - darunter rund 400 in der Schweiz - sollte sich aber vorerst nicht viel ändern: Toshiba will keine Stellen streichen, eine Restrukturierung sei nicht vorgesehen, hiess es am Donnerstag. An der "weltweit renommierten" Marke Landis+Gyr wollen die Japaner ebenfalls festhalten.

Neuer Konzernleiter wird Andreas Umbach. Der Deutsche war schon bisher als operativer Chef in die Geschäftsführung eingebunden. Der aktuelle Geschäftsführer Cameron O'Reilly wird sich nach Abschluss der Übernahme anderen Tätigkeiten zuwenden, unter anderem für Toshiba. Toshiba will die Übernahme bis zum dritten Quartal 2011 abschliessen.

Verkaufsreigen

Der Besitzerwechsel von Landis+Gyr kommt nicht überraschend: Über die Verkaufsabsichten der Eigentümer war schon lange spekuliert worden. Neben Toshiba waren auch Siemens, ABB und General Electric als Interessenten gehandelt worden.

Das Zuger Unternehmen war bis jetzt im Besitz verschiedener, vor allem australischer Beteiligungsgesellschaften. Als Käufer war 2004 die mittlerweile in Landis+Gyr-Holdings umbenannte australische Bayard-Gruppe von Cameron O'Reilly aufgetreten.

Noch 2009 hatte die Führung von Landis+Gyr einen Gang an die Börse als "strategisches Ziel" bezeichnet.

Intelligente Stromnetze

Landis+Gyr stellt Produkte her, mit denen der Stromverbrauch gemessen werden kann. Bei herkömmlichen Stromzählern hat das Zuger Unternehmen einen Weltmarktanteil von 11 Prozent. Bei smart meters, also kommunikationsfähigen Zählern, kommt Landis+Gyr bei Privathaushalten auf einen Marktanteil von weltweit 36 Prozent.

Zusammen mit Landis+Gyr will Toshiba bis zum Jahr 2020 neuer Weltmarktführer für "Smart Grids" werden. Diese "cleveren" Stromnetze helfen mittels digitaler Technologie, den Stromverbrauch besser zu steuern.

Informationen zwischen den einzelnen Akteuren im Netz werden elektronisch ausgetauscht. Dadurch kann beispielsweise die Auslastung der Stromnetze gesteigert werden.

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