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Lara Gut verpasst im olympischen Super-G um eine Hundertstelsekunde die vierte alpine Schweizer Medaille der Spiele in Südkorea. Ester Ledecka, die sensationelle Siegerin, stösst sie noch vom Podium.

11 Hundertstel hinter der Österreicherin Anna Veith und eine Hundertstelsekunde hinter der Liechtensteinerin Tina Weirather lag Lara Gut auf dem Bronze-Platz, als sich die Ereignisse überschlugen. Mit Startnummer 26 stellte die Tschechin Ester Ledecka völlig unerwartet Bestzeit auf, ihrerseits eine Hundertstelsekunde vor Veith und 0,11 Sekunden vor Weirather. Lara Gut blieb in diesem Krimi der knappen Abstände mit nur 12 Hundertsteln Rückstand auf die Siegerin Platz 4.

Das war natürlich nochmals eine bittere Pille für Lara Gut, die an den Grossanlässen der letzten Jahre regelmässig Medaillen eingefahren hat, aber noch nie eine goldene. Doch am Ende blieb ihr nicht nur der so sehnlichst erhoffte erste ganz grosse Sieg verwehrt, sondern auch das Edelmetall für Platz 3, den sie vor vier Jahren in Sotschi - damals in der Abfahrt - belegte.

Die 22-Jährige Ester Ledecka verkörpert auch im Snowboard, dort als zweifache Weltmeisterin, Weltklasse. Schon oft hat sie - beispielsweise in den Abfahrts-Trainings - ihre Klasse angedeutet, aber dennoch: Ihr Olympiasieg ist gewiss eine der grössten Sensationen im alpinen Skisport überhaupt.

Die Tschechin konnte es selber nicht glauben, was sie da gerade vollbracht hatte. Sie schaute auf die Anzeigetafel, wo ihr Name auf Platz 1 geführt wurde, doch sie vermutete einen technischen Fehler und verzichtete auf Jubel-Gesten. "Die werden jetzt dann sicher gleich das korrekte Resultat einblenden", sei ihr in diesem Moment durch den Kopf gegangen, erklärte sie später. Doch es war eben wahr. Sie, die im Dezember als Siebente der Abfahrt in Lake Louise zum bisher einzigen Mal im Weltcup in die Top 10 gefahren war, hatte sich Olympia-Gold erkämpft, als erste tschechische Skirennfahrerin.

Neben Lara Gut zeigte auch Michelle Gisin ein gutes Rennen. Die Engelbergerin, tags zuvor noch im Slalom im Einsatz, hielt sich bis zur letzten Zwischenzeit sehr gut, beging dann aber noch einen Fehler. Aber auch sie verlor als Neunte nur 0,46 Sekunden auf die Siegerin. Weniger erfolgreich kämpften Corinne Suter und Jasmine Flury, die sich mit den Rängen 17 und 27 bescheiden mussten.

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SDA-ATS