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In Lateinamerika sind die Auswirkungen des Tsunamis nach dem Erdbeben in Japan geringer ausgefallen als befürchtet. Wegen einer befürchteten Flutwelle waren in den Ländern entlang der Pazifikküste am Freitag mehrere hunderttausend Menschen evakuiert worden.

Allein in Ecuador wurden offiziellen Angaben zufolge 242'000 Menschen in höher gelegene Regionen gebracht. In Mexiko wurde der wichtige Frachthafen der Stadt Manzanillo vorübergehend geschlossen.

Bereits am späten Abend konnte in den meisten Regionen wieder Entwarnung gegeben werden. Nachdem der Tsunami auf seinem Weg über den Pazifik vor den Hawaii-Inseln noch bis zu zwei Meter hohe Wellen verursacht hatte, blieben die Auswirkungen an den Küsten des nord- und südamerikanischen Festlandes vergleichsweise gering.

Im mexikanischen Badeort Cabo San Lucas war die Brandung zwar deutlich stärker als üblich, die Wellen zerrten an ankernden Booten. Über Schäden gab es zunächst jedoch keine Berichte. Im weiter südlich gelegenen Honduras wurden kaum Veränderungen des Wellengangs festgestellt.

Wie in Ecuador waren auch in Chile hunderttausende Küstenbewohner in Sicherheit gebracht worden. Das staatliche Fernsehen zeigte Bilder von leeren Strassen in Küstenstädten, in denen Sicherheitskräfte patrouillierten, um Plünderungen zu verhindern. Auch hier gab es zunächst aber keine Berichte über grössere Schäden.

In Peru hatten die Behörden die Schliessung von Touristenstränden angeordnet. Dort erreichten die Wellen eine maximale Höhe von rund einem Meter.

Südlich der Hauptstadt Lima versammelten sich zahlreiche Schaulustige auf höher gelegenen Klippen. Aus sicherer Entfernung konnten sie beobachten, wie sich das Wasser zweimal innerhalb von nur 15 Minuten rund 100 Meter zurückzog.

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SDA-ATS