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EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat Befürchtungen zurückgewiesen, der Euro sei angesichts der anhaltenden Schuldenkrise in einigen Mitgliedstaaten der Währungsunion in Gefahr. "Es gibt keine Krise des Euro", schrieb der Präsident der Europäischen Zentralbank in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Bild am Sonntag".

"Was wir derzeit in einigen Ländern des Eurogebiets beobachten, ist in erster Linie eine Schuldenkrise der öffentlichen Haushalte." Mehrere Mitgliedstaaten des Euroraums müssten ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik rigoros ändern, nachdem in der Vergangenheit Fehler gemacht worden seien.

Grundlegende Reformen seien erforderlich, damit wirtschaftspolitische Regeln verbessert und von allen eingehalten würden. "Wir können stolz darauf sein, dass unsere Währung stabil und glaubwürdig ist."

In einem am Sonntag veröffentlichten Interview der spanischen Zeitung "El Pais" sagte Trichet zudem, es sei absurd davon zu sprechen, dass das schuldengeplagte Griechenland den Euro aufgeben könnte.

Zugleich bekräftigte er, dass die EZB gegen eine Umstrukturierung der griechischen Schulden sei. Spanien stellte er ein gutes Zeugnis bei der Finanzpolitik aus. Diese sei überzeugend. Allerdings müssten weitere Massnahmen folgen.

Das Erreichen der EU-Defizitobergrenze von drei Prozent im Jahre 2013 sei "entscheidend für die Glaubwürdigkeit". Spanien kämpft nach wie vor mit der Folgen der geplatzten Immobilienblase.

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SDA-ATS