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Die Volksschule muss Schüler auf die Anforderungen vorbereiten, die diese in der Berufslehre zu erfüllen haben. Das fordert die SVP. Sie stellte dazu ein Grundlagenpapier vor, das sie im Juni an einem Sonderparteitag zur Diskussion stellen will.

Die SVP will Berufstauglichkeit ins Zentrum der Ausbildung an Volksschulen stellen und nicht akademische Abschlüsse. Das duale Bildungssystem sei der Grund, dass in der Schweiz viel weniger junge Menschen ohne Arbeit seien als in europäischen Ländern, sagte Nationalrat Adrian Amstutz (BE) am Freitag in Bern vor den Medien.

"Viel unnötiger Ballast"

Doch: "Die Klagen seitens der Lehrmeister und Lehrlingsbetreuer mehren sich, wonach der Rucksack der Schulabgänger zwar von Jahr zu Jahr schwerer, aber leider mit viel unnötigem Ballast statt mit dem nötigen Rüstzeug bepackt werde", kritisierte Amstutz. Grundwissen und Leistungsbereitschaft der Lehrlinge nähmen laufend ab.

Nationalrätin Verena Herzog (TG), administrative Geschäftsleiterin einer Praxis für Kieferorthopädie, berichtete über Erfahrungen mit Lehrtöchtern: "Selbst Abgängerinnen der Sekundarstufe A sind selten in der Lage, einen fehlerfreien Satz zu schreiben oder eine einfache Prozentrechnung zu lösen."

Um Remedur zu schaffen, stellt die SVP Forderungen: Die Volksschule müsse Allgemeinwissen und Grundfertigkeiten vermitteln, und die Schüler müssten regelmässig üben - zum Beispiel Kopfrechnen. "Wissen, Können und Wollen müssen zusammenspielen", sagte Amstutz.

Die SVP kritisiert zudem eine "Verzettelung der Verantwortung": Primarklassen sollten eine Lehrkraft haben, und an der Oberstufe sollten höchstens zwei Fachlehrer die Verantwortung teilen. Und mit der zweiten Fremdsprache solle zu Gunsten von Mathematik und Realienfächern erst in der Oberstufe begonnen werden.

Bereits 2010 Forderungen gestellt

Nicht nur der Kopf, auch die Hand soll lernen, findet die SVP. Mindestens in den Sekundarschul-Niveaus C und B müsse der Werkunterricht wieder eingeführt werden. Dies vermittle manuelle Fertigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen, sagte Herzog.

Disziplin, Lernwille, Leistung: In ihr Papier hat die SVP einen Teil der Forderungen aufgenommen, die sie 2010 an einem Sonderparteitag zum Thema Schule verabschiedet hatte. "Greifen wir ein Thema auf, ist es normal, dass es dauert, bis die Bevölkerung und die Öffentlichkeit uns unterstützen", sagte Amstutz dazu.

Das neue Grundlagenpapier mit dem Titel "Berufswelt und Volksschule" erarbeitete die SVP-Bildungskommission zusammen mit Unternehmen und deren Lehrlingsverantwortlichen. Es wird am 15. Juni an einem Sonderparteitag zur Diskussion gestellt.

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SDA-ATS