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Der FC Le Mont verzichtet wie erwartet auf einen Rekurs gegen den Entscheid der Lizenzverweigerung und steigt damit Ende Saison aus der Challenge League ab.

Der FC Wohlen und der FC Chiasso, die von der Lizenzkommission der Swiss Football League (SFL) in erster Instanz ebenfalls keine Spielberechtigung für die nächste Saison erhalten hatten, reichten den Rekurs fristgerecht ein. Über eine allfällige Erteilung der Lizenz in zweiter Instanz informiert die SFL am 31. Mai.

Dem FC Wohlen wurde die Lizenz aufgrund der ungenügenden Infrastruktur im Stadion Niedermatten (schlechte Beleuchtung) verweigert. Bei Chiasso gaben - wie bei Le Mont - vor allem finanzielle Unsicherheiten den Ausschlag.

Dass Le Mont den Kampf um den Verbleib in der zweithöchsten Spielklasse freiwillig aufgab, überraschte nicht. Schon vor einer Woche hatte Präsident Serge Duperret erklärt, er strebe einen Neuanfang in der 2. Liga interregional an.

Der Quartierklub aus der Agglomeration Lausanne war vor drei Jahren ein zweites Mal in die Challenge League aufgestiegen. Seither hatte er mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Le Mont fristet ein Dasein abseits des öffentlichen Interesses. Weil der eigene Sportplatz nicht SFL-konform ist, muss der Klub für seine Heimspiele nach Baulmes ausweichen - rund 35 km von Le Mont entfernt.

Gemäss SFL-CEO Claudius Schäfer kommt rund ein Drittel der Einnahmen aus dem Verkauf der Tickets. "Ohne eigenes Stadion und mit den Mieten an einem anderen Standort wird es sehr schwierig." In dieser Saison besuchten im Schnitt bloss 700 Zuschauer die Heimspiele von Le Mont. Selbst die Derbys gegen Neuchâtel Xamax und Servette oder die Partien gegen den Liga-Krösus FC Zürich zogen keine 1500 Zuschauer an.

Er brauche für eine Saison in der Challenge League rund 2,5 Millionen Franken, so Duperret. "Die Wahrheit ist, dass wir dieses Geld nicht haben. Ich kann nicht immer Geld aus dem eigenen Sack beisteuern."

SDA-ATS

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