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Lea Sprunger über 400 m Hürden, Alex Wilson über 200 m und 800-m-Läuferin Selina Büchel qualifizieren sich an den Europameisterschaften in Berlin souverän für die Finals.

Das Ziel von Sprunger ist nicht weniger als Gold. Insofern bildete der Halbfinal nur eine Durchgangsstation, die sie souverän passierte. Mit 55,04 Sekunden war die 28-jährige Waadtländerin in ihrer Serie klar die Beste, obwohl sie nicht an die Grenzen gehen musste. So holte sie auf den letzten 100 m nicht alles aus sich heraus. Ausserdem agierte sie auf den ersten 200 m etwas zu passiv. "Auf der ersten Hälfte kann ich noch deutlich schneller sein", sagte Sprunger. Dass dies am Freitagabend der Fall sein wird, davon ist sie angesichts des im Final fliessenden Adrenalins überzeugt. Insofern war sie nach dem Rennen bestens gelaunt: "Ich bin sehr zufrieden".

Während Sprunger problemlos weiterkam, schieden zwei klingende Namen aus: die als Titelverteidigerin angetretene dänische Olympia-Zweite Sara Slott Petersen (56,91) und die Tschechin Zuzana Hejnova (56,03), die Weltmeisterin von 2013 und 2015. Völlig überraschend war das Scheitern der beiden jedoch nicht, da sie mit Verletzungen zu kämpfen hatten und deshalb nicht in Topform waren.

Dennoch ist die Ausgangslage nun speziell für Sprunger, da sie einige ihrer Gegnerinnen im Final nicht kennt, so auch die Ukrainerin Anna Ryschikowa, welche mit 54,82 Sekunden vor der Schweizerin die beste Zeit der Halbfinals erzielt hat. "Es ist schon anders, wenn du gegen jemanden läufst, den du nicht kennst", so Sprunger. "Das wird interessant". In erster Linie will sie sich aber auf sich selber fokussieren. Robin Schürmann (55,89) und Yasmin Giger (56,81), Bronzemedaillengewinnerin an den diesjährigen U20-Weltmeisterschaften in Tampere, verpassten den Einzug in den Final trotz guter Leistungen.

Wilson mit Machtdemonstration

Alex Wilson hat immer wieder Sprüche rausgehauen, die nicht ernst genommen werden konnten. Diesmal scheinen es allerdings nicht nur leere Worte zu sein, dass er über 200 m nur schwer zu schlagen sei. Jedenfalls unterstrich er am Mittwochabend eindrücklich, dass er bereit ist. Mit 20,16 Sekunden zeichnete er klar für die beste Zeit aller Halbfinalisten verantwortlich. Den eigenen Schweizer Rekord verpasste er bloss um zwei Hundertstel, nachdem er auf den letzten Metern Tempo weggenommen hatte. Dennoch musste er sich kurz nach dem Rennen übergeben.

"Das war eine Ansage", gab sich Wilson selbstbewusst. "Ich glaubte an mich selber, das ist immer das Wichtigste". Anfang Saison hätten viele gesagt, eine Medaille sei nicht möglich. Er habe jedoch die notwendige Arbeit erledigt, verkrampfe sich nicht mehr nach 150 m wie in den vergangenen Jahren. "Wir trainierten für 210 und nicht für 150 m", stellte er klar. Der Final findet am Donnerstagabend statt.

Büchel: "Nun kann ich voll angreifen"

Selina Büchel erreichte als Dritte ihrer Serie in 2:02,84 Minuten den Final vom Freitagabend. In einem langsamen Rennen liess die 27-jährige Toggenburgerin auf der Schlussgeraden nichts anbrennen - die ersten drei erreichten direkt den Final. Sie lief stets auf der Innenbahn und bewahrte selbst dann einen kühlen Kopf, als sie zwischenzeitlich eingeklemmt war. So hatte sie auf den letzten 100 m noch Reserven. "Ich bekundete in der Vergangenheit Mühe, geduldig zu bleiben, wenn das Tempo nicht hoch war. Diesmal gelang mir das", erklärte Büchel.

Vor dem ersten Start in Berlin hatte die zweifache Europameisterin in der Halle nicht genau gewusst, wo sie steht. Im Juli erlitt sie eine hartnäckige Erkältung, weshalb sie Rennen auslassen musste. Der starke Auftritt im Vorlauf am Dienstagmorgen gab ihr dann allerdings "sehr viel Selbstvertrauen". Nun weiss sie, dass sie in Form ist. "Jetzt kann ich im Final voll angreifen. Es wird spannend", sagte Büchel.

Laure Hoffmann schied zwar im Halbfinal aus, mit 2:01,67 Minuten erzielte die 22-Jährige aber eine persönliche Bestleistung. Das ist nicht hoch genug einzuschätzen, zumal sie zum ersten Mal an Europameisterschaften dabei ist.

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SDA-ATS