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Im Gegensatz zur EU, wo am Wochenende neue Regeln für radioaktiv belastete Lebensmittel in Kraft getreten sind, bleibt in der Schweiz alles beim alten. Denn hierzulande sind die Grenzwerte fix geregelt.

Die neuen, höheren EU-Werte entsprechen den seit Jahren geltenden Schweizer Höchstwerten, wie Sabina Helfer, Sprecherin des Bundesamts für Gesundheit (BAG), auf Anfrage sagte. Das heisst, die Maximalbelastung bei den meisten Lebensmitteln für Cäsium-134 und Cäsium-137 liegt bei 1250 Becquerel pro Kilogramm, für Milcherzeugnisse bei 1000 Becquerel pro Kilo.

In der EU wird derweil darüber gestritten, ob nun die Strahlengrenzwerte für Lebensmittel aus Japan erhöht wurden oder nicht. Für die EU-Kommission ist die Sache klar: Nein. Die mäkelnden Umwelt- und Verbraucherschützer verstünden die Verordnungen nur nicht.

Die EU-Kommission weist Berichte zurück, wonach die Grenzwerte über eine Eilverordnung erhöht wurden. "Wir haben überhaupt nichts erhöht", sagte ein Sprecher am Mittwoch in Brüssel. Am Wochenende seien lediglich Regelungen in Kraft getreten, auf die man sich bereits 1987 nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl geeinigt habe. Ziel der Verordnung sei es, die Kontrollen nach dem Unglück von Fukushima zu verschärfen.

Foodwatch: Vorher galten niedrigere Werte

Die Konsumentenorganisation Foodwatch und das Umweltinstitut München stellten sich indes auf den Standpunkt, dass Nahrungsmittel seit dem Wochenende deutlich höher radioaktiv belastet sein dürfen als im Normalfall. Sie gehen davon aus, dass vor der Eilverordnung eine andere Verordnung mit niedrigeren Grenzwerten gegolten hat.

Dies verneint die Europäische Kommission allerdings. Demnach gibt es zwar eine andere Verordnung mit alten, niedrigeren Grenzwerten. Diese gelte allerdings nur für Lebensmittel, die in Folge der Tschernobyl-Katastrophe verstrahlt wurden. Zudem seien die Werte direkt nach dem Unglück in der Ukraine "politisch" festgelegt worden, heisst es seitens der Kommission. Die jetzt gültige Verordnung entspreche hingegen wissenschaftlichen Grundlagen.

Foodwatch und das Umweltinstitut München fordern einen Importstopp für Lebensmittel aus Japan.

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SDA-ATS