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Lega dei Ticinesi wirft Moslems den Fehdehandschuh hin

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 11:36 publiziert
(Keystone-SDA)

Lugano - Die Tessiner Moslems wollen sich künftig in der Via Monte Boglia in Lugano zum Freitagsgebet treffen. Dort werden sie allerdings nicht mit offenen Armen empfangen. Denn die geplante Moschee befindet sich in der Nähe des Sitzes der Lega dei Ticinesi.
Es handle sich um eine klare Provokation, schreiben Giuliano Bignasca und Lorenzo Quadri, die beiden Lega-Vertreter in der Stadtregierung von Lugano, im Parteiblatt "il Mattino". Zumal die Lega im Tessin an vorderster Front für ein Minarett-Verbot kämpft.
Bignasca und Quadri fordern die Islamische Gemeinschaft auf, einen anderen Standort für ihr geplantes Kultzentrum zu suchen: "Die Anwohner in der Via Monte Boglia wollen keine Moschee."
Die Pläne der Islamischen Gemeinschaft sehen vor, ein bestehendes Gebäude umzuwandeln. Dazu ist eine Baubewilligung notwendig. Die Lega werde sich in der Stadtregierung kategorisch dagegen wehren, dass das Baugesuch bewilligt wird, schreiben Bignasca und Quadri.
In der Via Monte Boglia gehe es bereits jetzt chaotisch zu und her. Es gebe zu wenig Parkplätze. Zudem sei es unsinnig, eine Moschee in einem Gebäude unterzubringen, das mehreren Besitzern gehöre.
Sollte das Islamische Kultzentrum trotzdem in der Via Monte Boglia Nr. 11 realisiert werden, dann will die Lega mit Provokationen kontern: "Wir werden jeden Freitagabend ein Grillfest mit Cervelat und Luganighette (Tessiner Wurstspezialität) veranstalten."
In den letzten 17 Jahren hatten sich die Tessiner Moslems jeweils in der Via Maggio 21 im Luganeser Stadtteil Cassarate zum Gebet getroffen. Die dortigen Räumlichkeiten mussten sie eigenen Angaben zufolge verlassen, weil der Besitzer Eigengebrauch geltend machte.

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