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Immer häufiger macht der eigene Beruf Lehrerinnen und Lehrer krank. Ihr Verband fordert deshalb einen besseren Gesundheitsschutz, damit sie langfristig gesund und motiviert bleiben. (Symbolbild)

Keystone/PETER SCHNEIDER

(sda-ats)

Burnouts, Krankheiten und Frust: Immer häufiger macht der eigene Beruf Lehrerinnen und Lehrer krank. Der Lehrerverband fordert deshalb einen besseren Gesundheitsschutz, damit Lehrpersonen langfristig gesund und motiviert bleiben.

70 Prozent der Deutschschweizer Lehrerinnen und Lehrer arbeiten Teilzeit, ein Drittel davon aus gesundheitsrelevanten Gründen. In der Romandie haben in den letzten fünf Jahren vier von zehn Lehrpersonen aus gesundheitlichen Gründen ihr Pensum reduziert. Erkrankungen von Lehrern aus beruflichen Gründen führen jährlich zu Kosten von rund 38 Millionen Franken.

Das sind die Ergebnisse aus einer Reihe von Studien, die vom Dachverband Lehrerinnen und Lehrer (LCH) und seinem Westschweizer Pendant SER in Auftrag gegeben wurden. Am Schweizer Bildungstag haben die Verbände am Donnerstag in Bern ein Positionspapier mit vier Forderungen präsentiert.

Schulen müssten mehr Ressourcen für das Gesundheitsmanagement erhalten. Ist eine Lehrperson gesundheitlich beeinträchtigt, fordern die Verbände bessere Unterstützungsangebote. Zudem gelte es, den Berufsauftrag mit den verfügbaren Ressourcen in Einklang zu bringen und Schulbauten den Gesundheitsnormen anzupassen.

Es brauche rasch Massnahmen, um die Gesundheit der Lehrpersonen zu verbessern, sagte SER-Präsident Samuel Rohrbach gemäss Mitteilung. "Mehr als sechs von zehn Lehrpersonen sind der Ansicht, ihr Gesundheitszustand habe sich in den letzten fünf Jahren verschlechtert."

Gesundheitsminister Alain Berset erklärte in seiner Rede, der Erfolg der Schweiz beruhe ganz wesentlich auf ihrem Bildungssystem. Die Gesundheit der Lehrer habe dabei eine grosse Bedeutung. "Wer den hohen Stellenwert der Bildung anerkennt, muss dafür sorgen, dass die Lehrerinnen und Lehrer gesund bleiben."

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SDA-ATS