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Görlitz - Beim Hochwasser im Grenzgebiet zwischen Polen, dem deutschen Sachsen und Tschechien sind zehn Menschen gestorben. In Görlitz/Zgorzelec an der deutsch polnischen Grenze stieg die Neisse am Sonntag auf mehr als sieben Meter, der höchste Pegel seit Beginn der Messungen 1912.
Der bisher höchste Stand wurde 1981 gemessen, als die Lausitzer Neisse bis auf 6,70 Meter gestiegen war. Beim sogenannten Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 2002, als Sachsen grossflächig überschwemmt wurde, waren die Gebiete an der polnischen Grenze im Vergleich zu anderen Gegenden um Leipzig oder Dresden herum nur verhältnismässig wenig betroffen gewesen.
An der Lausitzer Neisse werde es keine schnelle Entspannung geben, sagte die Sprecherin des Landeshochwasserzentrums, Karin Bernhardt, am Sonntag in Dresden. Der Pegel werde nur langsam zurückgehen. Am Sonntagmorgen hatten die Rettungskräfte im Landkreis Görlitz mit Booten, Bussen und Helikoptern 1450 Menschen vor den Fluten in Sicherheit gebracht.
Gerlind Walter vom Katastrophenschutz-Stab des Landkreises Görlitz berichtete später, zwischen Zittau und Görlitz sinke der Pegelstand bereits wieder, im Raum Chemnitz und dem Erzgebirge hätten ebenso wie in der Sächsischen Schweiz die Aufräumarbeiten begonnen.
Das Aufräumen hat begonnen
Strassen- und öffentlicher Nahverkehr seien aber noch eingeschränkt und 1000 Haushalte weiter ohne Strom, teilte die Stadtverwaltung von Chemnitz mit. Der Pegel der Chemnitz lag am Sonntagmorgen bei 1,69 Meter nach 3,55 Meter Höchststand am Samstag. Auch Würschnitz und Zwönitz seien unter 1,50 Meter gefallen.
Auch in Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz wurde am Sonntag aufgeräumt. "Das Wasser ist stark zurückgegangen", sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Pirna. Das Landeshochwasserzentrum erwartete jedoch bei der Elbe noch einen Anstieg, da es im Bereich der grossen Zuflüsse an Elbe und Moldau extreme Niederschläge gegeben habe.
Nach heftigen Regenfällen und dem Bruch einer Staumauer am Witka-See im polnischen Grenzgebiet war nicht nur die Neisse über die Ufer getreten, sondern auch andere Flüsse in Sachsen, Polen und Tschechien. Mindestens zehn Menschen ertranken bisher durch die Hochwasser - vier in Tschechien, drei in Polen und drei im ostdeutschen Chemnitz.

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SDA-ATS