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Trotz internationaler Proteste haben lettische Veteranen der deutschen Waffen-SS erneut mit einem Marsch durch Riga ihrer im Zweiten Weltkrieg getöteten Kameraden gedacht. Hunderte Menschen zogen am Sonntag durch die Hauptstadt des baltischen EU-Lands.

Geschützt von einem massiven Polizeiaufgebot legten sie im Stadtzentrum Blumen nieder. Zahlreiche Demonstranten protestierten gegen die international als Verherrlichung des Nationalsozialismus kritisierte Kundgebung. Auch der Leiter des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Jerusalem, Efraim Zuroff, und Vertreter der deutschen Antifa-Szene beteiligten sich an der Protesten.

Mit dem jährlichen Marsch soll der rund 140'000 Letten gedacht werden, die mit Hitler-Deutschlands gegen die Sowjetunion kämpften. 50'000 kamen dabei ums Leben. Lettland war 1940 von der Roten Armee besetzt worden.

Nach dem Einmarsch der Wehrmacht ein Jahr später sahen viele Letten die Deutschen als Befreier. Nach der deutschen Kapitulation wurde Lettland bis 1991 Teil der Sowjetunion.

Unter den Teilnehmern des Marsches war auch der nationalkonservative Politiker Einars Cilinskis. Er war am Freitag als Umwelt- und Regionalminister entlassen worden, weil er entgegen eines Kabinettsbeschlusses nicht auf das Gedenken verzichten wollte.

SDA-ATS