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Die Schweiz will gegen den Aussenseiter Lettland im Stade de Genève ihren perfekten Start zur WM-Ausscheidung um einen Sieg verlängern. Im Vorfeld kam vor allem anderes zur Sprache.

Zusammenzüge des Nationalteams sorgen für eine mehr oder weniger aufregende Nachrichtenlage. Die Karawane der Beobachter greift nahezu jedes Thema auf. Und je nach Tagesform sind die Protagonisten einem verbalen Doppelpass nicht abgeneigt. Im Gegensatz zur englischen oder italienischen Prominenz verschanzen sich die Schweizer nicht hinter abgedunkelten Scheiben; sie gewähren Einblicke und begegnen dem Journalisten-Tross auch ausserhalb der eingezäunten Mixed-Zone.

Die im europäischen Vergleich erfrischend offene Kommunikation beeinflusst die Themensetzung. Details zu Xherdan Shaqiris Ernährungsgewohnheiten sind von erheblich höherem Interesse als sein persönlicher Gameplan gegen die Letten. Spannender war die Frage, ob der bei Stoke City seit bald zwei Monaten pausierende Ballkünstler spätabends eher in die Popcorn-Schachtel oder zum gebratenen Hackfleisch greift.

Nicht über sein Konsumverhalten, sondern über ein paar Fehltritte auf den englischen Rasenflächen parlierte Granit Xhaka Mitte Woche. Seine Platzverweise in der Premier League haben ihn beschäftigt. Und er war bereit, in der Nationalmannschaftswoche ein erstes Mal ausführlich über die Startschwierigkeiten bei Arsenal zu reden. Die zentrale Message: "Ich lasse mich von nichts und niemandem kaputt machen."

Dass der aktuell begehrteste Schweizer Professional im Interview mit der Nachrichtenagentur sda vorwiegend über seine Turbulenzen in London redete und nicht die kommende Begegnung mit Lettland der Schwerpunkt war, registrierten sie auch auf der Insel. Das englische Magazin "FourFourTwo" nahm für die Online-Ausgabe genüsslich ein paar Xhaka-Splitter aus dem Waadtländer Camp auf.

Die Vorbereitungswoche am Lac Léman bot für jeden Geschmack etwas. Selbst Freunde tierischer Rhetorik kamen temporär auf ihre Kosten. Vladimir Petkovic rollte am letzten Dienstag eine ziemlich fantasievolle Bildmontage aus - ein zähnefletschender Bär, Bowling-Figuren und ein Ball. Die transportierte Botschaft könnte sein: Der tanzende Schweizer Fussball-Bär kegelt alle Gegner aus dem Weg an die WM-Endrunde im Land seiner russischen Artverwandten.

Nahezu sorgenfrei

Die bemerkenswerte Themenvielfalt kommt nicht von ungefähr. Im rein sportlichen Dossier sind marginale Defizite auszumachen. Von 54 Verbänden sind neben der SFV-Equipe nur der Weltmeister Deutschland und Belgien verlustpunktlos gestartet. Der Kurs stimmt, die meisten Ergebnisse sind wunschgemäss ausgefallen. Im Kernbereich herrscht Ruhe, deshalb rückten vermehrt profane Klub- und andere Sorgen ins mediale Zentrum.

Obschon die Schweiz im FIFA-Ranking seit Jahren zu den Top 15 zählt, kämpfen die Nationalspieler auf ausländischer Vereinsebene nicht selten vergeblich um einen Platz in der Startaufstellung. Gegen 50 Prozent der aktuellen Stammelf sitzt im Verein nur auf der Ersatzbank. "Dramatisieren muss man die Situation nicht", sagt Petkovic und vertraut seiner engeren Auswahl: "Sie haben mich auch in schwierigen Situationen nie enttäuscht."

Die Gelassenheit des Selektionärs ist nachvollziehbar, mit einem Kraftakt ist bis im Herbst nicht zu rechnen. Das kommende Halbjahres-Programm beinhaltet ausnahmslos Pflichttermine. Der Tenor im Kreis der Spieler: "Vier Spiele, zwölf Punkte." Petkovic tritt vor den Partien gegen die Weltranglisten-Nummern 111 (Lettland), 82 (Färöer) und 200 (Andorra) trotzdem auf die Bremse: "Behalten wir die Füsse auf dem Boden."

Keine Blösse

Im Fernduell mit dem Europameister Portugal dürfen sich die Schweizer so oder so keine Blösse leisten - schon gar nicht gegen einen zweitklassigen Herausforderer wie die Letten. Die Balten haben seit dem 1:0 zum Auftakt in Andorra ausnahmslos verloren. Auf ihren Bundesliga-Stürmer Artjoms Rudnevs (krank) müssen sie in Genf verzichten, das Grundgerüst bilden Spieler aus der lettischen Liga, die im UEFA-Ranking auf Position 41 abgesackt ist.

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SDA-ATS