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Leuenberger will bis 2050 CO2-Reduktion um 80 bis 95 Prozent

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 16:26 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Die Industrieländer - darunter die Schweiz - müssen ihren Treibhausgasausstoss bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Dies fordert Bundesrat Moritz Leuenberger in der Antwort auf eine Petition von Brot für alle und Fastenopfer.
Ein Bericht des Weltklimarats (IPCC) zeige auf, dass die globalen Treibhausgasemissionen um mindestens 50 bis 85 Prozent reduziert werden müssten. "Dieser Forderung schliesst sich der Bundesrat an. Bezogen auf die Emissionen der Industrieländer bedeutet dies eine Reduktion um 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990", heisst es im Brief, welcher der Nachrichtenagentur SDA vorliegt.
Der Sprecher des Eidg. Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), Harald Hammel, bestätigte die Angaben.
Bei den Verhandlungen für ein neues Klimaabkommen in Kopenhagen im Dezember fordert der Bundesrat eine Reduktion von mindestens 20 Prozent bis zum Jahr 2020. Falls andere Länder zu einer höheren Reduktion bereit sind, will der Bundesrat sein Ziel bis auf 30 Prozent erhöhen.
Brot für alle und Fastenopfer hatten Mitte September beim Bundesrat eine Klimapetiton mit über 10'000 Unterschriften eingereicht. Sie fordern damit den Bundesrat auf, sich in Kopenhagen für eine "griffige Klimapolitik und für die Anliegen der Menschen in Entwicklungsländern einzusetzen".
In seinen Ausführungen komme Leuenberger in dem Antwortbrief diesen Forderungen "recht nahe", schreiben die Entwicklungsorganisationen in einer Medienmitteilung. Eine Reduktion des CO2-Ausstosses um 20 Prozent bis 2020 sei jedoch ein "kleinmütiges" Angebot des Bundesrates. "Es ist, als ob Feuerwehrleute vor einem lichterloh brennenden Haus über den Durchmesser der Löschschläuche diskutierten."

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