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Libysches Fernsehen zeigt Bilder von Gaddafi

Das libysche Staatsfernsehen hat am Donnerstag neue Aufnahmen von Machthaber Muammar al-Gaddafi gezeigt. Bekleidet mit einem westlichen Blazer, schwarzem T-Shirt, Sonnenbrille und Hut fuhr Gaddafi in einem offenen Geländewagen stehend durch die Strassen von Tripolis.

Dabei reckte er die Faust in die Höhe. Dutzende Anhänger Gaddafis folgten dem Fahrzeug. Nach Angaben des Senders stammten die Aufnahmen vom Donnerstag.

Gaddafis Tochter Aisha rief in einer Rede zum Widerstand gegen die Aufständischen und ihre Verbündeten auf. "Wer Gaddafi nicht will, der verdient nicht zu leben", sagte sie in der Nacht zum Freitag vor Anhängern im Stützpunkt Bab al-Asisi in Tripolis nach Angaben arabischer Medien.

Ihr Vater halte sich nicht einfach nur in Libyen auf, "sondern er ist in den Herzen aller Libyer". Sie forderte ein Ende der NATO-Luftangriffe und winkte dann der Menge vom Balkon des militärischen Komplexes, der bei Angriffen des US-Militärs vor genau 25 Jahren stark beschädigt wurde.

Druck auf Gaddafi erhöht

Die USA, Grossbritannien und Frankreich bekräftigten unterdessen, dass sie im Libyen-Konflikt nicht locker lassen wollen, ehe Gaddafi die Führung abgegeben hat.

Würde Libyen seinem Schicksal überlassen, bestehe das Risiko, dass das Land zu einem "gescheiterten Staat" werde, schreiben die Präsidenten Barack Obama und Nicolas Sarkozy sowie der britische Premierminister David Cameron in einem gemeinsam verfassten Zeitungsbeitrag.

"So lange Gaddafi an der Macht ist, müssen die NATO und ihre Koalitionspartner ihre Operationen weiterführen, so dass Zivilisten geschützt bleiben und Druck auf das Regime aufgebaut wird", heisst es in dem Artikel. Die Welt würde sich eines "skrupellosen Verrats" schuldig machen, würde Gaddafi an der Macht bleiben.

Auch eine Waffenruhe mit einem Ausstiegsszenario für Gaddafi, das Familienmitglieder in Libyen an der Macht belasse, sei nicht akzeptabel. "Es ist undenkbar, dass jemand, der sein eigenes Volks massakrieren wollte, eine Rolle in einer künftigen Regierung spielt", schreiben Obama, Sarkozy und Cameron.

Al-Kaida-Vizechef meldet sich zu Wort

Der Vizechef des Terrornetzwerks Al-Kaida, Aiman al-Sawahiri, hat Muslime zum Kampf gegen die NATO und gegen die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi aufgerufen.

Nach Angaben des auf islamistische Websites spezialisierten US-Unternehmens SITE tauchte am Donnerstag (Ortszeit) eine 69-minütige Botschaft Sawahiris im Internet auf, die offenbar vor dem Beginn des NATO-Einsatzes in Libyen aufgezeichnet wurde. Darin spricht Sawahiri über die Aufstände in Libyen, Ägypten und Tunesien.

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