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Der Liechtensteiner Fürst Hans-Adam II. sieht das Bankgeheimnis in Auflösung begriffen: Der Trend gehe Richtung Datenaustausch, sagte das Staatsoberhaupt bei einem Besuch beim österreichischen Bundespräsidenten in Wien.

"Ich glaube, es geht in Richtung automatischer Informationsaustausch, der Druck wird immer grösser", sagte Hans-Adam II. am Dienstag nach einem Gespräch mit Bundespräsident Heinz Fischer in Wien. Ein internationaler Datenaustausch werde sich früher oder später europaweit durchsetzen.

Seine eigene Bank, die LGT, verfolge seit einiger Zeit eine Weissgeldstrategie, so Hans-Adam II. Man könne sich "als Bank des Staatsoberhauptes nicht länger leisten", mit Schwarzgeld in Verbindung gebracht zu werden. Steuerbetrug könne jedoch die LGT nicht gänzlich ausschliessen, denn "wir können nicht nachprüfen, was uns der Kunde sagt", sagte der 68-Jährige.

Fürst will "gleiche Waffen"

Sollte der automatische Informationsaustausch kommen, sei es ihm wichtig, auch gegenüber den USA und Grossbritannien "mit gleichen Waffen zu kämpfen". Denn dort könne man weiterhin anonym eine Gesellschaft gründen und im Namen dieser ein Bankkonto eröffnen, was einem "de facto Bankgeheimnis" gleichkomme.

Die USA vermuten, dass amerikanisches Schwarzgeld auf liechtensteinischen Banken liegt. Sie forderten erst vor wenigen Tagen statistische Angaben über liechtensteinische Stiftungen und Treuhänder, die Geld für US-Amerikaner anlegen.

Liechtenstein hat zuletzt zahlreiche bilaterale Steuerabkommen abgeschlossen, darunter mit Österreich. Ob die Schätzungen der österreichischen Regierung, wonach das Steuerabkommen 500 Millionen Euro an Steuernachzahlungen bringen soll, korrekt sind, konnte der Fürst nicht sagen.

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SDA-ATS