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Sechs Mitglieder der rechtsgerichteten Jugendorganisation Waldtstätterbund sind am Sonntagmorgen in der Luzerner Altstadt von rund 30 Linksautonomen mit Pfefferspray attackiert worden. Die Angreifer riefen antifaschistische Sprüche und verschwanden wieder.

Verletzt wurde niemand. Der Polizei gelang es nicht, die Linksautonomen anzuhalten, wie sie mitteilte.

Spezialisten der Luzerner Kantonspolizei hatten die Geschehnisse mitverfolgt: "Der Waldstätterbund veranstaltete ein Wochenende unter anderem mit dem Besuch der Luzerner Stadtmauern und dem Löwendenkmal", sagte Kurt Graf von der Luzerner Polizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Weil der nationalistisch orientierte Waldstätterbund auf seiner Webseite ausführlich über das bevorstehende "Kultur- und Erlebniswochenende" berichtet und ein detailliertes Programm aufgeschaltet hatte, wussten sowohl Polizei als auch Aktivisten der linksautonomen Szene Bescheid.

Rechts, aber nicht extremistisch

Der Waldstätterbund sei der Polizei seit längerem bekannt, erklärte Graf. Die rechte Innerschweizer Gruppierung, die sich nach eigenen Angaben als "Schutz- und Trutzbündnis aus den drei Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden" versteht, sei eine rechte, aber keine extremistische Gruppierung, sagte er.

Auf seiner Webseite beschreibt sich der Waldstätterbund als "Sammelstelle für all jene Jugendlichen, die nicht länger bereit sind, mit den Missständen in ihrer Stadt, ihrem Gebiet, unserem Land zu leben ohne etwas dagegen tun zu können". Er veranstaltet unter anderem "gesellige Anlässe zur Förderung von Tradition und Brauchtum" und Selbstverteidigungskurse.

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SDA-ATS