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Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat wie bereits früher angekündigt wegen Sonderfaktoren im ersten Halbjahr weniger verdient als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Das Ergebnis wurde unter anderem durch Rückstellungen im Zusammenhang mit dem US-Steuerstreit belastet.

Die LLB hatte am 18. Juli angekündigt, der Reingewinn werde im ersten Semester wegen Einmaleffekten noch rund 14 Mio. Fr. betragen - verglichen mit 60,9 Mio. Fr. im Vorjahr. Die definitiven Zahlen förderten nun einen Reingewinn von 13,6 Mio. Fr. zu Tage. Bereinigt um Sondereffekte, lag der Reingewinn mit 72 Mio. Fr. 18,2 Prozent über dem Vorjahresbetrag.

Belastet wurde das Ergebnis von Einmalfaktoren in Höhe von insgesamt 58,4 Mio. Franken. So fielen Wertberichtigungen im Umfang von 14,3 Mio. Fr. für die Vermögensverwaltungstochter Swisspartners sowie ausserordentliche Abschreibungen auf Liegenschaften in Höhe von 9,6 Mio. Fr. im Zusammenhang mit der Schliessung der LLB (Schweiz) an.

Zudem wurden Rückstellungen im Umfang von 31,2 Mio. Fr. für eine mögliche Zahlung im US-Steuerstreit gebildet; Ende Juli erzielte das Institut einen Vergleich (Non-Prosecution Agreement) im Umfang von 23,8 Mio. Dollar für die liechtensteinische Einheit der Bank mit den USA. Im Gegenzug verzichten die USA auf eine Strafverfolgung. Ein Vergleich mit der LLB (Schweiz) steht noch aus.

Die mit dem Non-Prosecution Agreement erzielte Lösung für die LLB Vaduz sei durch Rückstellungen der LLB-Gruppe von insgesamt 47,4 Mio. Fr. gedeckt und werde die Erfolgsrechnung im zweiten Halbjahr nicht weiter belasten, teilte das Institut mit.

Operative Gewinnsteigerung

Die operative Leistung vermochte die Bank wie ebenfalls früher gemeldet deutlich zu steigern. Der Geschäftsertrag verbesserte sich um 35,2 Prozent auf 279,9 Mio. Fr. Dabei verminderte sich der Erfolg des Zinsengeschäfts um 30,3 Prozent auf 68,7 Mio. Franken, während der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft um 3,5 Prozent auf 106,7 Mio. Fr. zulegte. Der Handelserfolg wiederum stieg von 5,1 Mio. auf 42,8 Mio. Franken.

Die verwalteten Vermögen stiegen um 1 Prozent auf 50,5 Mrd. Franken. Beim Nettoneugeld verzeichnete die Bank einen Abfluss von 210 Mio. Franken. Dabei vermochten Zuflüsse in den Onshore- sowie in den Wachstumsmärkten die restrukturierungsbedingten Abflüsse in den traditionellen Cross-Border-Märkten nicht zu kompensieren.

Zum Ausblick auf das zweite Halbjahr 2013 hält LLB-Chef Roland Matt in der Mitteilung fest: "Die LLB-Gruppe verfolgt in einem anspruchsvollen Umfeld ehrgeizige Ziele. Wir sind operativ gut unterwegs, und die Umsetzung unserer strategischen Initiativen verläuft planmässig."

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SDA-ATS