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Die Saläre von Europas Topmanager stagnieren. 2012 steckten die Chefs der grössten börsenkotierten Firmen rund 1 Prozent weniger Lohn ein als im Vorjahr.

Im Schnitt verdienten sie noch 5,7 Mio. Euro, wie aus einer am Freitag publizierten Studie des Beratungsunternehmens Hostettler Kramarsch Partner hervorgeht.

Die hiesigen Konzerne zeigten sich dabei überdurchschnittlich grosszügig: Unter den zehn bestverdienenden Chefs stehen drei einem Schweizer Unternehmen vor. Severin Schwan vom Basler Pharmariesen Roche schaffte es mit umgerechnet 11,5 Mio. Euro auf Platz vier, direkt vor seinem Konkurrenten Joseph Jimenez (Novartis), der 10,7 Mio. Euro nach Hause trug. An der Spitze steht der Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn mit einem Salär von 12,8 Mio. Euro.

Die Studie untersuchte sämtliche Unternehmen, die in den Börsenindizes STOXX Europe 50 und Euro STOXX 50 gelistet sind - insgesamt 77 Firmen.

Die sieben untersuchten Schweizer Unternehmen bezahlten ihren obersten Chefs im Schnitt 7,7 Mio. Euro - damit liegt die Schweiz vor Spanien und Deutschland an der europäischen Spitze. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern sei aber kleiner als zwischen den Branchen, sagte Maximilian Koch von Hostettler Kramarsch Partner am Freitag vor den Medien in Zürich.

Hohe Löhne in der Pharmabranche

Die höchsten Löhne beziehen gemäss der Studie die Firmenchefs in der Pharma- und Chemieindustrie, gefolgt von der Konsumgüterindustrie. Das erklärt denn auch zum Teil die relativ hohen Topsaläre in der Schweiz: Mit Roche, Novartis und Nestlé finden sich gleich drei Schweizer Unternehmen aus diesen Sektoren unter den untersuchten Firmen.

Deutlich zurückgefallen sind die Chefs in der Finanzindustrie: Einst an der Spitze der Rangliste, sind ihre Gehälter inzwischen unter den Durchschnitt aller Branchen gefallen.

Bei den Löhnen der Verwaltungsratspräsidenten liegt die Schweiz ebenfalls vorne, und zwar mit noch grösserem Abstand als bei den Managerlöhnen. Einsam an der Spitze stand Daniel Vasella von Novartis mit einem Salär von 10,3 Mio. Euro. Im Schnitt entschädigten die untersuchten Schweizer Konzerne ihre Verwaltungsratspräsidenten mit 5,8 Mio. Euro - mehr als fünfmal so viel wie im gesamteuropäischen Durchschnitt.

Das hat allerdings auch wesentlich mit den Unterschieden in der Unternehmensstruktur zu tun, wie Stephan Hostettler an der Medienkonferenz ausführte. Im Unterschied zu einem Aufsichtsratspräsident in Deutschland sei ein Verwaltungsratspräsident in der Schweiz in der Regel zu 100 Prozent angestellt und habe mehr Verantwortung inne.

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SDA-ATS