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Die Gewerkschaft Unia geht gegen die Emmentaler Verpackungsfirma Mopac vor, bei der die Löhne wegen des starken Franken gekürzt werden. Die Unia reicht bei der Schlichtungsbehörde Oberaargau-Emmental eine Klage ein.

Die Gewerkschaft kritisiert das Vorgehen des Unternehmens beim Konsultationsverfahren, wie sie am Montag mitteilte. Die Frist für die Erarbeitung von Alternativen zur Lohnkürzung sei mit sechs Tagen viel zu kurz gewesen, sagte Unia-Geschäftsleitungsmitglied Corrado Pardini vor den Medien in Bern.

Ausserdem habe die Mopac die zweckdienlichen Unterlagen nicht ausgehändigt, fügte Pardini an. Eine betriebswirtschaftliche Analyse zur Erarbeitung von Alternativen sei für die Gewerkschaft deshalb nicht möglich gewesen. Die Unia verlangt eine Frist von vier bis sechs Wochen.

10 Prozent Lohnkürzungen angekündigt

Die Mopac hatte im Februar mitgeteilt, die Löhne sämtlicher 260 Angestellter - auch jene der Chefs - in den nächsten Monaten um 10 Prozent zu kürzen. Für einen Teil des Personals fällt deswegen der Lohn auf unter 3000 Franken.

Überdies sei die geplante Anbindung der Löhne an den Euro missbräuchlich, hält die Gewerkschaft fest. Die Mopac versuche mit solchen Massnahmen das unternehmerische Risiko auf die Arbeitnehmenden abzuwälzen.

Vorwürfe zurückgewiesen

Mopac-Geschäftsführer Rainer Füchslin wies jegliche Vorwürfe zurück. Es stimme nicht, dass er im Konsultationsverfahren keine Einsicht in seine Unterlagen habe geben wollen, sagte Füchslin der Nachrichtenagentur SDA. Er habe die Gewerkschaft eingeladen, die Unterlagen bei ihm einzusehen, doch niemand sei gekommen.

Bei der Anbindung der Löhne an den Euro handle es sich um ein Gewinnbeteiligungsmodell, sagte Füchslin weiter. Sollte sich der Euro erholen, würden auch die Löhne wieder steigen. Bei der Mopac brach wegen des schwachen Euro nicht der Absatz zusammen, sondern die ohnehin nicht grossen Margen wurden kleiner.

Mit ihrer Verbandsklage bei der Schlichtungsbehörde will die Unia nicht zuletzt auch ein Signal setzen, wie Gewerkschafter Pardini weiter sagte. Die Unia möchte verhindern, dass andere Firmen wegen der Frankenstärke ähnliche Massnahmen wie die Mopac ergreifen.

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SDA-ATS