Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Rolf Soiron, Verwaltungsratspräsident von Lonza, sieht eine Zukunft für die Fabrik des Pharmazulieferes in Visp VS. Es gebe dort hochmoderne Anlagen und ausserdem dauerten Preiskämpfe nicht ewig, sagte er in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag".

Dass das auf die nächsten drei Jahre angelegte Sparprogramm über 100 Mio. Fr. im Visper Werk zu einem Abbau von Stellen führen wird, verneint Soiron nicht. Allerdings macht er auch klar, dass niemand an Massenentlassungen denke und es beim Sparprogramm auch um andere Fixkosten als Personalkosten gehe. "Wir haben in der Schweiz die Wahl. Entweder werden wir kompetitiver und behalten Industrien hier; oder wir werden es nicht und verlieren die industrielle Basis."

Den erst letzte Woche zum neuen Chef von Lonza ernannten Richard Ridinger bezeichnete Soiron als Macher. "Lonza braucht Konzentration, Realismus, harte Arbeit im Detail und Konsequenz."

Der Wechsel an der Spitze des Konzerns hat für Unruhe gesorgt, weil Ridingers Vorgänger Stefan Borgas im Januar von einem Tag auf den anderen entlassen wurde. Begründet wurde die Entlassung damit, dass Borgas die selbst geschürten Erwartungen nicht erfüllt habe.

Borgas habe Lonza in seiner siebenjährigen Amtszeit einiges gebracht, sagte Soiron. "Er ist ein gewinnbringender Mensch, ein starker Kommunikator, stets Optimist. Doch Optimismus genügt nicht immer." Man brauche nicht immer dauernd neues strategisches Design und pausenlose Firmenkäufe und -verkäufe. "Ich ziehe jemanden vor, der Portfolios durchforstet und hartnäckig an der Produktivität arbeitet", so Soiron.

SDA-ATS