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Ryanair-Passagiere am Flughafen London-Stanstead: Laut den britischen Behörden wurden sie von der Airline in die Irre geführt. (Archiv)

KEYSTONE/EPA/NEIL HALL

(sda-ats)

Der irischen Billigairline Ryanair droht neuer Ärger. Die britische Zivilluftfahrtbehörde CAA warf der Fluggesellschaft am Donnerstag "permanente Irreführung" von Passagieren vor.

Ryanair habe die Fluggäste bei der massenhaften Streichung von Flügen nicht ausreichend über ihre Rechte informiert. CAA-Chef Andrew Haines sagte dem Sender BBC, er sei "wütend" auf die Fluggesellschaft. Ryanair habe den Passagieren nicht mitgeteilt, dass sie das Recht hätten, auf andere Airlines umgebucht zu werden.

Die Ryanair-Website liefere weder vollständige noch korrekte Informationen. So hätten Fluggäste auch Anspruch auf die Erstattung von Kosten wie Hotels und Transfers, die durch die Flugstreichungen entstünden. Die Behörde forderte ein Gespräch mit Ryanair-Vertretern.

Ryanair übt sich in Demut

"Wir werden uns mit der CAA treffen und jeglichen Forderungen, die sie uns stellen, nachkommen", teilte das Unternehmen auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit. Ryanair hatte am Mittwoch angekündigt, erneut Tausende von Flügen bis ins Frühjahr hinein zu streichen. Damit will das Unternehmen nach eigenen Angaben Personalprobleme in den Griff bekommen.

Im Winterflugplan von November bis März werden daher etwa 18'000 der rund 800'000 Flüge jährlich ausfallen. Der Flughafen Basel-Mühlhausen ist nicht tangiert. Ryanair kämpft mit erheblichen Planungsproblemen und einem Mangel an Reservepiloten. Die Airline kündigte Verbesserungen bei den Dienstplänen ihrer 4200 Piloten an und will in den nächsten Monaten 650 neue Piloten rekrutieren.

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SDA-ATS