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Für Lugano ist die Europa League nach der Gruppenphase zu Ende. Trotz des 1:0-Sieges über Hapoel Be'er Sheva scheitern die Tessiner in der Gruppenphase.

Auch wenn die Tessiner beim Abpfiff des österreichischen Schiedsrichters nach 94 Minuten wussten, dass das 2:0 von Pilsen gegen Bukarest ihr Ausscheiden besiegelte, überwog bei ihnen die Freude über die Punkte 4, 5 und 6 bei der ersten Teilnahme in einer europäischen Gruppenphase. "Ein Sieg ist immer positiv", sagte Trainer Pierluigi Tami. Er sprach von einem schönen Erfolg, der Mut, Energie und Motivation für die noch bis zur Winterpause anstehenden nationalen Aufgaben geben würde.

Dass der Abend in Luzern für Lugano positiv endete, dafür hatte der Brasilianer Carlinhos kurz nach der Pause gesorgt, als der Stürmer nach einem Zuspiel von Davide Mariani von einem Fehler des israelischen Verteidigers Hatem Elhamed profitierte und zum 1:0 für Lugano traf. Fast gleichzeitig fiel im knapp 500 Kilometer entfernten Pilsen ebenfalls der Führungstreffer für das Heimteam, wodurch die kleine Hoffnung auf ein mögliches Endspiel in zwei Wochen in Bukarest im Keim erstickt wurde.

Der Treffer brachte Schwung in die Partie, die in der ersten 45 Minuten den gut 3000 Zuschauern fussballerische Magerkost geboten hatte. Fehlpässe, fehlende Ballstafetten, kaum Torchancen: der Unterhaltungswert sank zwischenzeitlich ähnlich wie das Thermometer gegen Null. Die Torszenen nahmen nach dem Treffer auf beiden Seiten merklich zu. Dem eingewechselten Thomas Pekhart bot sich fast postwendend die Chance zum Ausgleich für die Gäste, als er mit seinem Kopfball aus vier Metern am stark reagierenden Lugano-Keeper Joël Kiassumbua scheiterte (54.).

"Ich hatte das Glück, dass mein Fuss dort war", sagte der ehemalige U17-Weltmeister, der wie wie bereits am Samstag in St. Gallen den Vorzug gegenüber David Da Costa erhielt und seine Europacup-Premiere in seiner Geburtsstadt feierte. "Es war speziell, es war emotional, ich bin froh, dass es gut herausgekommen ist", sagte Kiassumbua, der im Sommer von Wohlen ins Tessin gewechselt hatte.

Nach der Glanzparade des Lugano-Keepers verpassten es die Tessiner mehrmals, die Partie endgültig zu entscheiden. Verteidiger Fulvio Sulmoni (59.), Mattia Bottani und Mariani (70.) sowie noch einmal Mariani mit einem Hechtkopfball (79.) verfehlten das 2:0 knapp. In der Defensive agierte Tamis Mannschaft im Vergleich zu den ersten vier Partien, in denen Lugano zehn Gegentreffer kassierte, wesentlich gefestigter.

Das Positive überwiegt

Trotz des europäischen Scheiterns setzte Lugano mit dem Sieg seinen Aufwärtstrend fort. In den letzten acht Pflichtspielen kassierten die Tessiner nur eine Niederlage, das 1:0 gegen den israelischen Meister war der fünfte Sieg innerhalb dieser fünf Wochen. "Der Sieg bedeutet viel für die Mannschaft, die Stadt und auch den Klub, gab es doch auch wieder ein paar Einnahmen", sagte Kiassumbua. "Wir haben allen bewiesen, dass wir europäisch bestehen können."

Finanziell brachte die erste Europacup-Teilnahme seit 15 Jahren aufgrund der wenig namhaften Gegner und dem Austragen der Heimspiele in Luzern nicht den erhofften Gewinn. Immerhin betrug die Startgage 2,6 Millionen Euro, die zwei Siege brachten weitere 720'000 Euro ein, die Kosten für die Stadionmiete beliefen sich aber auf rund eine Million Franken. Die Zuschauereinnahmen blieben überschaubar, besuchten doch nur insgesamt gut 8000 Zuschauer die drei Heimspiele.

Telegramme und Tabelle:

Lugano - Hapoel Be'er Sheva 1:0 (0:0)

3011 Zuschauer (in Luzern). - SR Lechner (AUT). - Tor: 50. Carlinhos (Mariani) 1:0.

Lugano: Kiassumbua; Rouiller, Sulmoni, Golemic, Mihajlovic; Piccinocchi (92. Culina); Carlinhos (55. Gerndt), Sabbatini, Vecsei, Mariani; Bottani (76. Ledesma).

Hapoel Be'er Sheva: Goresh; Bitton, Miguel Vitor, Elhamed, Korhut; Radi, Ogu (46. Pekhart), Einbinder (58. Ohana); Isaac Cuenca (73. Melikson), Sahar, Nwakaeme.

Bemerkungen: Lugano ohne Daprelà, Hapoel Be'er Sheva ohne Taha (beide gesperrt). Verwarnungen: 43. Bottani (Foul). 45. Vecsei (Foul). 63. Radi (Foul). 64. Elhamed (Foul).

Viktoria Pilsen - FCS Bukarest 2:0 (0:0)

10'197 Zuschauer. - SR Bebek (CRO). - Tore: 49. Petrzela 1:0. 76. Kopic 2:0.

Viktoria Pilsen: Hruska; Reznik, Hejda, Hubnik, Limbersky; Horava, Hrosovsky; Petrzela (88. Zivulic), Kolar (83. Cermak), Kopic; Reznicek (66. Bakos).

FCS Bukarest: Vlad; Enache, Planic, Balasa, Junior Morais; Popescu, Filip (46. Tanase); Golofca (46. Nedelcu), Man, Coman (64. Budescu); Alibec.

Bemerkungen: Viktoria Pilsen ohne Baranek und Cisovsky (beide verletzt), FCS Bukarest komplett. Verwarnungen: 45. Man (Foul). 67. Enache (Unsportlichkeit). 84. Budescu (Foul/gegen Lugano gesperrt).

Rangliste: 1. FCS Bukarest* 5/10 (8:5). 2. Viktoria Pilsen* 5/9 (11:8). 3. Lugano+ 5/6 (7:10). 4. Hapoel Be'er Sheva+ 5/4 (5:8).

* in den 1/16-Finals

+ ausgeschieden

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SDA-ATS