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Rund ein Jahr nach dem Ende des grössten Korruptionsprozesses in Brasilien haben sich einige der Verurteilten zum Haftantritt gemeldet. Unter ihnen ist José Dirceu. Er war Kabinettschef des damaligen brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva.

Auch der Ex-Chef von Lulas Arbeiterpartei PT, José Genoino, stellte sich am Freitag der Polizei in São Paulo. Vorausgegangen waren entsprechende Haftbefehle des Obersten Gerichtshofes.

Der hatte diese Woche entschieden, dass die Strafen sofort anzutreten sind, auch wenn 2014 einige Urteile teilweise überprüft werden müssen. Insgesamt ergingen am Freitag zwölf Haftbefehle. Nach Medienangaben stellen sich bislang neun der Verurteilten.

Dirceu war im sogenannten Mensalão-Prozess 2012 unter anderem wegen Korruption zu zehn Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der 67-Jährige beteuerte am Freitag erneut seine Unschuld und bezeichnete sich als Opfer eines "politischen Prozesses". Genoino erhielt eine Haftstrafe von sechs Jahren und elf Monaten.

In der "Mensalão"-Affäre waren 2003 und 2004 Parlamentarier mit monatlichen Geldbeträgen systematisch für ihre Zustimmung zu Regierungsprojekten bestochen wurden.

SDA-ATS