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Luxemburger Steuerhinterzieher bestohlen - Fünf Festnahmen

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2009 - 15:46 publiziert
(Keystone-SDA)

Düsseldorf/Frankfurt - Die deutsche Bundespolizei hat in Düsseldorf und Frankfurt eine Bande von Taschendieben ausgehoben, die sich auf Steuerhinterzieher als Opfer spezialisiert hat. Sie nahmen älteren Menschen, die auf dem Weg zu Luxemburger Banken waren, hohe Bargeldbeträge ab.
Die Bande habe gezielt 65 bis 80 Jahre alte Bahnreisende ausgespäht, die mit viel Geld zu Luxemburger Banken unterwegs waren, oder von dort kamen, berichtete die Bundespolizei in St. Augustin.
Beim Ein- oder Aussteigen in die Züge verursachten die Täter ein künstliches Gedränge, das einer von ihnen ausnutzte, um dem zuvor ausgespähten Opfer in die Jackentasche zu fassen. Die meisten Rentner wurden in Koblenz oder Köln bestohlen. Die Bande sei aber auch in der Schweiz, Belgien, Österreich und Frankreich aktiv gewesen.
Hinweise der Luxemburger Polizei brachten die Fahnder auf die Spur der einschlägig und vielfach vorbestraften 35 bis 50 Jahre alten fünf Männer aus dem ehemaligen Jugoslawien. Vier von ihnen gelten als besonders gewalttätig. Die Stadt Düsseldorf habe bereits vergeblich versucht, die Intensivtäter abzuschieben.
Nach monatelangen Ermittlungen und Beschattungen habe die Polizei am Donnerstagabend eine Razzia durchgeführt. Die Polizei hat nach eigenen Angaben 60 Fälle mit mehreren 100'000 Euro Schaden aufklären können, geht aber von einer hohen Dunkelziffer aus, weil viele Opfer die Taten nicht angezeigt hätten.
Bei der Bande sei zudem umfangreiches Beweismaterial entdeckt worden. Nun müsse ausgewertet werden, ob sich daraus auch Hinweise für die Steuerfahndung ergeben.
Nach Erkenntnissen der Ermittler finanzierten die fünf Männer ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien ausschliesslich aus dem Bestehlen von Bahnreisenden. Die Beschuldigten sollen einem Haftrichter beim Amtsgericht Koblenz vorgeführt werden.

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