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1:3 und 1:4 hat Luzern gegen Basel im Herbst verloren. Auch diesmal erzielt der FCL gegen den FCB nur ein Tor. Aber dieses reichte für einen überzeugenden und hochverdienten Sieg.

Ein neuerliches 4:1 - nur anders herum - wäre möglich gewesen. Allein nach dem vor fast 12'000 Fans in der Arena Luzern Gebotenen könnte man urteilen: Der FC Basel ist zu schwach, um den Meistertitel erfolgreich zu verteidigen, und der FC Luzern ist zu stark, um in der nächsten Saison nicht im Europacup vertreten zu sein. Dies ist möglicherweise mehr als nur eine Momentaufnahme.

Die Wirkung des Trainerwechsels von Markus Babbel zum Einheimischen Gerardo Seoane dürfte noch eine Weile nicht verpuffen, denn gerade im Match gegen Basel hat sie sich in ganzer Breite entfaltet. Vier Siege und zwei Unentschieden - das ist eine Bilanz, wie sie nach der Winterpause nur die makellosen Young Boys erreicht haben. Nach Spielschluss wollte die Begeisterung der in früheren Zeiten auf die Folter gespannten FCL-Fans im Stadion nicht abklingen.

Basel wurde dominiert

In der 22. Minute musste der Basler Goalie Tomas Vaclik in höchster Not eine Flanke zur Seite abwehren. Mit dem leichten Ballberührung konnte Vaclik den hinter ihm zum Torschuss bereitstehenden Shkelqim Demhasaj gerade noch so irritieren, dass dieser den Ball nicht kontrollieren konnte und nur den Pfosten traf.

Dies war die zentrale Szene einer hervorragenden ersten Halbzeit der Luzerner, die den Lohn erst unmittelbar nach der Pause mit dem längst fälligen Führungstor ernteten. Auf Vorarbeit des in diesen Wochen aufblühenden Baslers Pascal Schürpf erzielte der georgische Neuzugang Valeriane Gvilia sein erstes Tor für die Innerschweizer.

Der FC Basel liefert in dieser Saison Spiele ab, wie sie in den letzten beiden Saisons so gut wie nie vorkamen. Dies sind, nur auf die jüngste Zeit bezogen, einerseits die Heimniederlagen gegen Lugano (0:1) und St. Gallen (0:2). Die Basler waren dominant, kamen zu Chancen, brachten aber kein Tor zustande.

Einem solchen Spiel steht die Leistung in Luzern gegenüber. Vier Tage nach dem bemerkenswerten 2:1-Erfolg bei Manchester City waren die Basler gegen einen auf dem Papier schwächeren Gegner zu keinem Zeitpunkt die dominierende Mannschaft. Im Gegenteil, die Basler traten über weite Strecken so auf, als möchten sie als Underdog auswärts nicht verlieren.

Nach dem 1:0 wurden die Luzerner passiver und überliessen den Basler das Gros der Spielanteile. Aber eine wirkliche Dominanz erspielte sich die Basler auch in der zweiten Hälfte nicht. Die besten Chancen nach dem Tor hatten die Luzerner in der Schlussphase. Der eingewechselte Tomi Juric traf allein vor Vaclik den Ball nicht richtig und hatte wenig später mit einem Pfostenschuss Pech.

Telegramm:

Luzern - Basel 1:0 (0:0)

11'749 Zuschauer. - SR San. - Tor: 46. Gvilia (Schürpf) 1:0.

Luzern: Omlin; Grether, Knezevic (46. Cirkovic), Schulz, Sidler; Voca, Kryeziu; Schneuwly, Gvilia, Schürpf (70. Custodio); Demhasaj (74. Juric).

Basel: Vaclik; Lang, Suchy, Frei, Riveros; Serey Die (78. Manzambi), Zuffi; Campo, Elyounoussi, Bua (65. Oberlin); van Wolfswinkel (54. Ajeti).

Bemerkungen: Luzern ohne Schwegler, Lucas, Kutesa (alle verletzt) und Schmid (rekonvaleszent). Basel ohne Xhaka (gesperrt), Stocker, Petretta und Balanta (alle verletzt). Pfostenschüsse: 22. Demhasaj, 84. Juric. Gelb-Rote Karte: 92. Suchy (Foul). Verwarnungen: 21. Bua (Foul), 33. Riveros (Foul), 37. Knezevic (Foul), 57. Suchy (Foul), 74. Kryeziu (Reklamieren), 90. Ajeti (Reklamieren)

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SDA-ATS