Navigation

Luzerner Traditionsbeiz bleibt von Abbruchbirne bedroht

Dieser Inhalt wurde am 17. Mai 2010 - 10:13 publiziert
(Keystone-SDA)

Luzern - In der Stadt Luzern soll die Traditionsbeiz "Schmiede" abgerissen und durch ein zehnstöckiges Büro- und Wohngebäude ersetzt werden. Die Stadtregierung zeigt sich von einer Volksinitiative, die den Erhalt des Wirtshauses fordert, unbeeindruckt.
Der Stadtrat beantrage dem Parlament, die Initiative "Rettet die 'Schmiede' - Stopp den Abbruchplänen der Stadt Luzern" abzulehnen, sagte Baudirektor Kurt Bieder. Ein Ja würde die für die Stadt zentrale bauliche Entwicklung des Pilatusplatzes verhindern. Eine Sanierung des Altbaus wäre unwirtschaftlich.
Ist für den Stadtrat die "Schmiede" ein Fremdkörper, ist sie für die Initianten ein Schmuckstück Luzerns. Tatsächlich steht das 1840 erbaute, mit einer Wandmalerei verzierte Biedermeierhaus einsam als Zeuge vergangener Zeiten am Pilatusplatz, der von zwölf Buslinien und täglich 100'000 Autos frequentiert wird.
Bieder betonte, dass die Stadt schon lange plane, die "Schmiede" abzureissen, um den Pilatusplatz neu zu gestalten. 2009 baute die Stadt das an die "Schmiede" angrenzende Gebäude ab. Offenbar überraschend, geriet die Beiz dadurch aus dem Lot. Die Ankündigung der Stadt, nun auch das Restaurant abzureissen, trat eine Protestlawine los, die in einer Petition und Initiative gipfelte.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?