Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Mélanie Meillard im Riesenslalom so gut wie noch nie

Schritt für Schritt nähert sich Mélanie Meillard der Weltspitze an. Als Sechste fehlen der Romande in Courchevel nur 0,32 Sekunden zu ihrer ersten Top-3-Platzierung im Weltcup.

Nach vier Super-G in Serie, verteilt auf Lake Louise, St. Moritz und Val d'Isère, durften sich die Weltcup-Fahrerinnen in Courchevel wieder in einer anderen Disziplin versuchen. Gar schon mehr als drei Wochen sind es her, seit die Technikerinnen gefordert waren.

Aus Schweizer Sicht hiess dies gleichzeitig auch, die Erwartungen herunterzuschrauben. Der Riesenslalom ist nach wie vor die schwächste Disziplin des Teams von Cheftrainer Hans Flatscher. Weder beim Gletscherauftakt in Sölden noch in Killington reichte es einer Swiss-Ski-Fahrerin in die Top 5. Doch mit drei Fahrerinnen in den ersten zehn resultierte das bislang beste Saisonergebnis.

Meillard fehlten nur gut drei Zehntel

Mélanie Meillard büsste auf die überlegene Siegerin Mikaela Shiffrin, die alle Konkurrentinnen um mindestens 0,99 Sekunden distanzierte, zwar 1,33 Sekunden ein. Den weitaus grösseren Teil des Rückstands handelte sich die 19-jährige Walliserin im ersten Lauf ein. Sie habe in beiden Durchgängen den einen oder anderen Fehler gemacht, bedauerte sie danach. Nur gut drei Zehntel fehlten ihr zu ihrer ersten Top-3-Platzierung auf oberster Stufe. "Der erste Podestplatz kommt, wenn er kommt. Ich mache mir darüber nicht allzu viele Gedanken", sagt Meillard.

Dieser 6. Platz in Courchevel, herausgefahren auf einem ihr zuvor unbekannten Hang, ist als ein weiterer Schritt vorwärts Meillards Karriere zu werten. Ihr Ziel sei es jeweils, "in jedem Rennen ein bisschen besser zu werden", so die talentierte Romande, der von allen Seiten ein riesiges Potenzial zugeschrieben wird. Zuvor hatte Meillard im Riesenslalom vor gut drei Wochen in Killington den 9., und vor neun Monaten beim Weltcup-Finale in Aspen den 8. Platz belegt.

Holdener zufrieden und leicht genervt

Auch Wendy Holdener hatte sich am Morgen eine gute Ausgangslage geschaffen. Nach dem ersten Lauf Zwölfte, verbesserte sie sich am Nachmittag noch um drei Positionen, womit sie wie Meillard zum zweiten Top-10-Platz in dieser Saison im Riesenslalom kam. In Sölden hatte die Schwyzerin als Sechste die Ehre der Schweizerinnen gerettet.

"Ich habe in Courchevel meine Zielsetzung erreicht und bin zufrieden. Wenn ich aber ehrlich bin, so nerve ich mich auch ein bisschen. Ich verlor im letzten Streckenabschnitt viel Zeit", so Holdener. Bei der letzten Zwischenzeit rund 17 Sekunden vor Rennende lag die Kombinations-Weltmeisterin noch an sechster Position.

Gut: "Darauf kann ich aufbauen"

Mit Lara Gut konnte die Schweizer Teamleaderin in den ersten zwei Monaten ihrer Rückkehr nach überstandener Knieverletzung (noch) nicht konstant die gewünschten Leistungen abrufen. Der Renninstinkt gehe ihr immer noch etwas ab, hatte die Tessinerin zuletzt in Val d'Isère gesagt. Nun in Courchevel musste sie feststellen, "dass es Schwünge gab, die tipptopp waren. Andere dann aber wieder nicht." Alles in allem sei vor allem die Fahrt am Nachmittag eine gewesen, "auf der ich aufbauen kann", befand Gut.

Im Finaldurchgang war sie mit zweitbester Zeit noch vom 18. in den 10. Rang vorgestossen. Ende Oktober in Sölden bei ihrem Comeback nach überstandener Knieverletzung war Gut ausgeschieden. Einen Monat später hatte in Killington nur der 23. Platz resultiert. Ihre bislang besten Saisonplatzierungen schaffte die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2015/16 im Super-G, als Zweite in Lake Louise und Vierte zuletzt in Val d'Isère.

Schlagworte

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.