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Aus Protest gegen die Teilnahme des per internationalem Haftbefehl gesuchten sudanesischen Präsidenten Omar al-Baschir will Malawi nicht als Gastgeberland des Gipfels der Afrikanischen Union (AU) im Juli fungieren.

"Malawi hat Pflichten gegenüber der AU, aber es hat genauso auch andere Pflichten", sagte der Vizepräsident des Landes, Khumbo Kachali, am Freitag im staatlichen Radio. "Das Kabinett hat entschieden, den Gipfel nicht zu veranstalten."

Die neue Präsidentin Malawis, Joyce Banda, hatte im Vorfeld angekündigt, Baschir nicht in ihrem Land willkommen heissen zu wollen. Sie begründete die Entscheidung damit, dass Geberstaaten ihre Hilfen für Malawi einschränken könnten, falls der sudanesische Staatschef an dem Treffen teilnimmt.

Die malawische Regierung hat laut Kachali einen Brief der AU erhalten, in dem der Staatenbund erklärt habe, Malawi habe kein Recht zu diktieren, wer zum Gipfel kommen dürfe und wer nicht.

Sollte Malawi an dem Boykott gegen Baschir festhalten, würde das Treffen, das am 6. Juli beginnt, am Sitz der AU in Äthiopien abgehalten werden, hiess es demnach in dem Brief weiter.

Sudans Präsident Baschir wurde vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in der Krisenregion Darfur angeklagt.

SDA-ATS