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Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) wird neu von einer Frau geleitet. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Expertin für Aussenwirtschaftsfragen Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch zur Nachfolgerin von Jean-Daniel Gerber gewählt. Sie tritt ihr Amt am 1. April an.

Die Wahl der bald 50-jährigen Juristin ist keine Überraschung: In den letzten Wochen wurde Ineichen-Fleisch, die wie Departementsvorsteher Johann Schneider-Ammann Mitglied der FDP ist, in verschiedenen Medien als Favoritin für diesen Posten gehandelt.

In seinen ersten drei Monaten im Amt habe er Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch als "Frau mit Biss, mit hoher Sozial- und Fachkompetenz" kennengelernt, welche Führungsveranwortung suche, sagte Bundesrat Schneider-Ammann vor den Medien.

"Aussenwirtschafterin wie aus dem Lehrbuch"

Die neue Staatssekretärin sei eine Aussenwirtschafterin wie sie im Lehrbuch stehe, kenne sich aber auch mit den anderen Dossiers des SECO aus, etwa der Arbeitslosigkeit und der Standortförderung.

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch gehört bereits seit Anfang 2007 der SECO-Geschäftsleitung an. Dort leitete sie in der Direktion für Aussenwirtschaft den Bereich Welthandel. Zuvor war sie während 13 Jahren Leiterin des Ressorts WTO.

In die Dienste des Bundes eingetreten war Ineichen-Fleisch bereits Anfang der 90er Jahre, als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Rechtsdienst des damaligen Bundesamts für Aussenwirtschaft (BAWI). 1992 und 1993 arbeitete sie zudem bei der Weltbank als Assistentin des schweizerischen Exekutivdirektors. Vorübergehend war sie auch als Beraterin bei McKinsey in Zürich tätig.

Die neue SECO-Chefin studierte in Bern Rechtswissenschaften. Nach Erlangen des Fürsprechertitels absolvierte sie ein MBA-Studium an der französischen Kaderschmiede INSEAD in Fontainbleau. Sie spricht sieben Sprachen, darunter Russisch und Chinesisch.

Erste Schweizer Staatssekretärin

Mit der Wahl von Ineichen-Fleisch wird in der Schweiz erstmals eine Frau Staatssekretärin. Neben dem SECO gibt es Staatssekretariate im Aussendepartement für die Leitung der Diplomatie, im Finanzdepartement für internationale Finanzfragen und im Innendepartement für Bildung und Forschung.

In den nächsten Jahren könnte die Zahl der Staatssekretäre erhöht werden. Der Bundesrat schlägt im Rahmen der Regierungsreform vor, vier bis sechs zusätzliche Staatssekretariate zu bilden. Sie sollen für eine Entlastung des Bundesrats sorgen.

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SDA-ATS