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Der Mitte Dezember 2016 eröffnete Gotthard-Basistunnel lockte die Zugpassagiere in Scharen an. Das Jahrhundertbauwerk verkürzte die Reisezeit zwischen dem Tessin und der Deutschschweiz um rund 30 Minuten. (Archivbild)

KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

(sda-ats)

Am Gotthard ist die Zahl der Zugfahrer in den ersten hundert Tagen nach Inbetriebnahme des neuen Basistunnels um 40 Prozent gestiegen. Pro Tag reisten im Schnitt 8900 Personen durch den neuen Tunnel. Hinzu kamen 500 Passagiere über die alte Bergstrecke.

Im selben Zeitraum des Vorjahres waren auf der alten Strecke am Gotthard insgesamt täglich rund 6700 Fahrgäste unterwegs gewesen. Ein SBB-Sprecher bestätigte auf Anfrage die Fahrgastzahlen in Medienberichten vom Samstag.

Zur markanten Steigerung hätten sicherlich die Neugier der Reisenden an dem mit 57 Kilometer längsten Eisenbahntunnel der Welt aber auch der Mehrverkehr über die Weihnachts- und Neujahrstage beigetragen, sagte der SBB-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Für eine aussagekräftige Bilanz sei es allerdings zu früh, sagte der Sprecher weiter. Insgesamt gebe es auch am Gotthard beim Passagieraufkommen grosse saisonale Unterschiede.

Bereits über 10'000 Züge

Seit Inbetriebnahme Mitte Dezember brausten 6200 Güterzüge und 4100 Reisekompositionen durch den neuen Flachbahntunnel. Bei den Personenzügen kam es in der Zeit zu 43 Ausfällen. Für diese waren vor allem Fahrzeugstörungen und Probleme mit technischen Anlagen verantwortlich.

Die SBB zieht nach rund 100 Tagen ein positives Fazit zum Jahrhundertbauwerk. Die Kundenpünktlichkeit auf der Gotthardachse verbesserte sich dem Unternehmen zufolge um sechs von 81 auf 87 Prozent. Die Anschlusspünktlichkeit in Arth Goldau SZ liegt bei 97 Prozent.

Der Fahrgastverband "Pro Bahn Schweiz" hingegen ist kritisch. Es laufe mehr schlecht als recht. Der Verband bemängelt einzelne grosse Verspätungen und teils Platzengpässe in den Zügen. Zudem kritisiert die Interessengruppe das neue Angebot auf der Bergstrecke, bei dem Passagiere häufiger als früher umsteigen müssten.

Verdoppelung erwartet

Für die Passagiere bringt der neue Basistunnel in erster Linie einen Zeitgewinn von rund 30 Minuten zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin. Die SBB geht davon aus, dass die Strecke für Pendler attraktiver wurde und sich die Zahl der Passagiere bis 2025 dank des Zeitgewinns verdoppeln wird.

Im Güterverkehr wurde die Kapazität 2017 bereits von 180 auf 210 Güterzüge pro Tag gesteigert. 2019 ist zudem ein Ausbauschritt beim Umschlagterminal Gateway Basel-Nord geplant. Und mit der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels wird die Kapazität ab 2021 auf 260 Güterzüge pro Tag erhöht.

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SDA-ATS