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In Nordperu ist erstmals ein Mausoleum der präinkaischen Wari-Kultur mit 63 Mumien entdeckt worden. Ein besonders gut erhaltener Körper ermöglichte die Zusprechung der Totenstadt im nordperuanischen Huarmey zur Wari-Kultur, die bislang nur in Südperu bekannt war.

Dies sagte der polnische Archäologe Milosz Giersz der lokalen Nachrichtenagentur Andina. Die Ausgrabungen hatten vor zehn Monaten bei einer über 30 Meter hohen Stufenpyramide begonnen.

Neben den Leichen seien rund 1200 Gold- und Silber-Schmuckstücke sowie feine Keramikvasen gefunden worden. Das Mausoleum war unter 33 Tonnen Geröll verschüttet und blieb so von Plünderern verschont, wie die Zeitung "El Comercio" berichtete.

Die Wari-Kultur entfaltete sich vom 7. bis zum 12. Jahrhundert vor allem im südperuanischen Hochland um Ayacucho und an der Küste. Das Mausoleum wurde im 9. Jahrhundert errichtet, wie das Archäologenteam der Warschauer Universität schätzte. Unter den meist weiblichen Mumien seien auch drei Wari-Prinzessinnen.

"Dieser Fund wird unser Verständnis der Geschichte der Zeit vor den Inka ändern", sagte Perus Kulturminister Luis Peirano. Der Rückgang der nordperuanischen Moche-Kultur um das 9. Jahrhundert müsse unter der Erkenntnis des Kontaktes mit den Wari neu beleuchtet werden, heisst es in einer Mitteilung des Kulturministeriums.

Bislang waren die Trümmer von Huarmey den Moche zugesprochen worden. Auch bekunde die Anwesenheit der Wari-Siedlung von Huarmey den Verbreitungsweg der am Titicaca-See entwickelten Bronze-Metallurgie bis an die nordperuanische Küste. Die Fundstücke sollen nach der archäologischen Untersuchung in Peru ausgestellt werden.

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SDA-ATS