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Medienhaus Ringier setzt auf Hundefutter und Küchengeräte

Das Medienhaus Ringier ist nach einem enttäuschenden 2009 zurück auf Wachstumskurs. Im letzten Jahr konnte es seinen Gewinn mehr als verdreifachen. Nun will sich das Familienunternehmen unabhängiger von Print-Inseraten machen.

Ringier stehe wieder auf sehr sicherem Fundament, sagte Verwaltungsratspräsident Michael Ringier am Mittwoch vor den Medien. 61,7 Millionen Franken verdiente das Unternehmen 2010. Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2009 erreichte es mit 17,2 Millionen Gewinn nicht einmal einen Drittel davon.

Der Umsatz ging 2010 zwar um 2,5 Prozent zurück, von 1,3 Milliarden Franken auf 1,26 Milliarden Franken. Ringier-Chef Christian Unger begründete dies jedoch vor allem mit negativen Währungseinflüssen.

36 Millionen beim Personal eingespart

Auch wenn das Haus heute wieder auf sicherem Fundament steht - Ringier räumt ein, dass die Krise in den Redaktionen Spuren hinterlassen hat. Den Gewinn hat das Medienunternehmen nämlich nicht nur den steigenden Inserateeinnahmen zu verdanken, sondern auch einem Sparprogramm.

36,8 Millionen Franken sparte Ringier im letzten Jahr beim Personal, weitere rund 60 Millionen beim Material, etwa beim Papier und den Farben.

Um für die Zukunft und damit auch eine nächste Krise gerüstet zu sein, will sich Ringier nun allmählich von der Abhängigkeit von Print-Inseraten lösen. Diese würden bei Wirtschaftskrisen immer am stärksten einbrechen, sagte Unger.

Kontaktanzeigen und Kratzbäume

Weit weg vom Zeitungs-Geschäft ist auch das "Digital Business", das letztes Jahr 12,3 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftete. Dieser Bereich umfasst bis jetzt mehrere Online-Inserateplattformen sowie die Verkaufsplattform "geschenkidee.ch", den Kennenlern-Service "city kiss" für Smartphones und die Zusammenarbeit mit Qualipet.

Zusammen mit diesem Heimtiermarkt will Ringier die grösste Schweizer Plattform für Tierfreunde aufbauen und damit vom Verkauf von Hundefutter und Kratzbäumen profitieren.

Erfolgreiches Vorbild dafür ist die 50-Prozent-Beteiligung an der Traditionsmarke "Betty Bossi". Im letzten Jahr war Ringier durch sie am Verkauf von 1,9 Millionen Küchengeräten beteiligt.

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