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In der bahrainischen Hauptstadt Manama sind am Dienstag mehr als 100'000 Menschen zusammengekommen und haben zum Sturz des Königshauses aufgerufen. Die Sicherheitskräfte griffen nicht ein, allerdings kreisten Hubschrauber über der Menge.

Die Demonstranten zogen auf den Perlenplatz, wobei sie Fotos der bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften getöteten Menschen trugen. In Sprechchören forderten sie den Rücktritt von König Hamad bin Issa al-Chalifa.

Dieser hat am Dienstag die Freilassung verhafteter Oppositioneller angeordnet. Zudem sollten gemäss dem Entscheid mehrere Strafverfahren eingestellt werden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur BNA.

Dabei soll es sich nach Angaben des arabischen Nachrichtensenders al-Arabija um 25 wegen Umsturzplänen und Mitgliedschaft in einem terroristischen Netzwerk angeklagte Schiiten handeln.

Das Königshaus ging damit auf demonstrierende politische Gegner in dem Golfstaat zu. Oppositionsgruppen hatten für einen angebotenen nationalen Dialog zunächst die Freilassung aller politischen Gefangenen gefordert.

"Positive Geste"

Ein führendes Mitglied der schiitischen Opposition, Abdul Dschalil Chalil, erklärte am Dienstag, die Freilassung der Häftlinge sei eine positive Geste.

Der Oppositionspolitiker Hassan Meschaima kündigte unterdessen an, er wolle aus London nach Bahrain zurückkehren und sich den Demonstranten auf dem Perlenplatz anschliessen. Meschaima ist der Anführer der radikalen schiitischen Gruppe Hak.

Die Proteste werden vor allem von unzufriedenen Schiiten getragen. Rund zwei Drittel der Bahrainer sind Schiiten; das Königshaus und die Regierung sind hingegen sunnitisch. Der kleine Inselstaat im Golf gilt als strategisch wichtiger Partner der USA. Manama ist der Hafen der 5. US-Flotte, die vor allem im Persischen Golf und im Indischen Ozean eingesetzt wird.

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SDA-ATS