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Bei einem schweren Erdbeben im Südwesten Chinas sind am Samstag mehr als 150 Menschen getötet worden. Zwölf Stunden nach dem Beben der Stärke 6,6 in der bergigen Provinz Sichuan vermeldete die zuständige Behörde zudem etwa 5700 Verletzte.

Mindestens 10'000 Häuser wurden zerstört, Erdrutsche richteten schwere Schäden an. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua gab die Stärke des Bebens in der Stadt Ya'an im Distrikt Lushan unter Berufung auf das staatliche Erdbebenzentrum mit 7,0 an. Ihren Angaben zufolge lag die offizielle Zahl der Todesopfer am Abend bei 157.

Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatte das Beben am Rande des Tibetischen Plateaus eine Stärke von 6,6. Der Erdstoss ereignete sich gegen 8.00 Uhr (Ortszeit, 2.00 Uhr MESZ) in einer Tiefe von zwölf Kilometern.

Das Beben erschütterte auch die Provinzhauptstadt Chengdu und war noch in der mehrere hundert Kilometer entfernten Metropole Chongqing zu spüren. Zahlreiche Menschen wurden aus dem Schlaf aufgeschreckt und rannten in Panik auf die Strassen. Medienberichten zufolge gab es mehr als 260 Nachbeben.

Tausende Soldaten im Einsatz

Laut der Nachrichtenagentur Xinhua wurden rund 6000 Soldaten und Polizisten für die Rettungsarbeiten in das Gebiet entsandt. Einige der Strassen waren durch Erdrutsche blockiert. Ein Militärfahrzeug mit 17 Soldaten kam von der Strasse ab, wobei laut Xinhua ein Soldat getötet wurde.

Auch Ministerpräsident Li Keqiang reiste in die Region, um sich vom Helikopter aus einen Eindruck von der Lage zu verschaffen. Das Wichtigste sei in den ersten 24 Stunden nach dem Beben, die Zeit zur Bergung von Verschütteten zu nutzen, sagte er laut Medienangaben.

In Ya'an wurden die Menschen aufgerufen, Blut zu spenden. Auf Fernsehbildern waren Verletzte zu sehen, einer Zeitung zufolge wurde eine 30-jährige Schwangere lebend aus den Trümmern gerettet.

Das Beben rief die Erinnerung an Mai 2008 wach, als die Provinz von einem noch heftigeren Erdbeben mit 87'000 Toten und Vermissten erschüttert worden war.

Für besondere Empörung sorgte damals die grosse Zahl an Schülern, die in ihren Schulen verschüttet wurden. Dass viele Schulen einstürzten, während umliegende Gebäude stehen blieben, führte zu dem Verdacht, dass beim Bau der Schulen gespart worden war.

Schweizer Hilfsangebot

Bundesrat Didier Burkhalter sprach den Angehörigen der Erdbebenopfer sein Beileid aus und bot Unterstützung durch die Humanitäre Hilfe an, wie es in einer Mitteilung des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vom Samstag heisst.

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach der chinesischen Regierung am Samstag ihre Anteilnahme aus und bot Hilfe bei der Suche nach Vermissten und der Versorgung der Notleidenden - ebenso wie der russische Präsident Wladimir Putin.

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SDA-ATS